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Jetzt kommt die Restmülltonne

Ronnenberg Jetzt kommt die Restmülltonne

Die Restmülltonne kommt jetzt auch nach Ronnenberg. Der Abfallentsorger aha liefert im November 2321 Behälter unterschiedlicher Größe an jene Haushalte aus, die eine Tonne bestellt haben und ab Januar auf Müllsäcke verzichten wollen.

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Wie in Hannover längst üblich, wird auch im Umland die Restmülltonne eingeführt. Ronnenberger, die eine Tonne bestellt haben, erhalten diese im November.

Quelle: Frank Wilde

Ronnenberg. Ihren Wunschbehälter bekommen die Ronnenberger - rund ein Fünftel der fast 11000 Haushalte hat sich für die Tonne entschieden - in der Zeit vom 4. November bis 4. Dezember frei Haus geliefert. Die erste Leerung erfolgt dann am Sonnabend, 2. Januar 2016, in Empelde, Benthe und Ronnenberg. Tonnen aus den Stadtteilen Ihme-Roloven, Linderte, Vörie und Weetzen werden erstmals am Dienstag, 5. Januar geleert. Ein Anhänger an der neuen Tonne informiert die Einwohner über ihren individuellen ersten Leerungstag.

Mit dem ersten Tag der Tonnenabfuhr ändert der Abfallentsorger sowohl bei der Tonnen- als auch bei der Sackabfuhr den Abholrhythmus für Restabfälle. Nicht mehr wie bisher wöchentlich, sondern alle 14 Tage wird der Müll abgeholt. Dieser neue Rhythmus betrifft aber nur den Restabfall. Bioabfälle, Altpapier und Leichtverpackungen sind davon nicht betroffen und werden in den sieben Ronnenberger Ortschaften weiterhin jede Woche abgeholt. Egal, ob Sack oder Tonne: Der Müll muss am Abholtag bis 7 Uhr am Straßenrand stehen.

Alle Abfuhrtermine sind einer Broschüre zu entnehmen, die im Oktober an alle Haushalte verteilt wird. Sie kann im Internet auf aha-region.de heruntergeladen werden.
Ronnenberg ist mit Langenhagen, Seelze, Gehrden, Hemmingen, Pattensen und Laatzen das dritte Umstellgebiet in der Region Hannover. Aha sieht die Tonne als Standardbehälter. Der Sack wird im Umland als Ausnahme für die Bürger angeboten, die keine räumlichen Möglichkeiten haben, eine Tonne abzustellen. Wer sich jedoch einmal für eine Tonne entschieden hat, kann nicht mehr zurück, betont der Abfallentsorger.

Die Tonne wird von den Müllwerkern von den Grundstücken geholt und wieder zurückgestellt, sofern zwischen Abstellplatz und Straße nicht mehr als 15 Meter liegen. "Wer sich für den Sack entscheidet, nimmt in Kauf, dass er die Säcke weiterhin an die Straße tragen muss", heißt es bei aha. Für Reihenhäuser, die nicht angefahren werden können, will das Unternehmen eine Lösung finden und zum Beispiel um den Besuch eines Standplatzberaters bitten, der die Situation vor Ort mit den Anwohnern begutachtet und nach Lösungen sucht.

Die Frage Sack oder Tonne beschäftigt die Bewohner der ländlichen Region. Viele von ihnen haben sich für die Beibehaltung der Sackabfuhr ausgesprochen. Um die Müllgebühren in Stadt und Umland hat es in den vergangenen Jahren eine Menge Ärger gegeben, zweimal wurde die Aha-Gebührensatzung von Gerichten für unwirksam erklärt. Anlass sind unterschiedliche Abfuhrsysteme in Stadt und Umland: Während in Hannover schon lange eine reine Tonnenabfuhr für Restmüll und Bioabfälle gilt, dominierte im Umland bisher die Sackabfuhr. Nach und nach wird dort auch die Tonnenabfuhr ermöglicht. Rund 85 Prozent der Haushalte lassen regionsweit in Tonnen abfahren – doch Aha muss für beide Systeme die Logistik vorhalten.

Der Abfallentsorger Aha geht bisher davon aus, dass die regionsweiten Müllgebühren im bundesweiten Vergleich relativ günstig abschneiden. Wirklich verlässliche Vergleichsdaten sind aber schwer zu erheben, weil Müllabfuhr und -gebührenstruktur überall unterschiedlich sind.

Ein Bürgergutachten soll derzeit klären, ob und wie die Müllgebühren im Raum Hannover gerechter erhoben und verteilt werden können. Die Ergebnisse werden am 18. November bei einem Dialogforum im Regionshaus in Hannover öffentlich diskutiert.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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