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In drei Jahren sollen die Konzepte stehen

Ronnenberg In drei Jahren sollen die Konzepte stehen

Mit einem Dreijahresmaßnahmenprogramm will die Stadt Ronnenberg die Umsetzung des Integrierten Städtebaukonzeptes (ISEK) fortführen. Die Ortsräte in Weetzen, Benthe und Ihme-Roloven haben darüber beraten und es für gut befunden - wenn auch mit kleinen Einschränkungen.

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Verschwände die alte Zuckerfabrik, würde sich das Weetzener Ortsbild merklich verändern.

Quelle: Oehlschläger

Ronnenberg. In einem fest einjährigen Prozess hat die Stadt die Bürger am ISEK mitwirken lassen. In Versammlungen und Stammtischen sind dabei Vorschläge zusammengetragen worden. Mit dem Dreijahresmaßnahmenprogramm will die Verwaltung nun zeigen, was daraus geworden ist. Nach den Beschlüssen in drei Ortsräten will der zuständige Fachbereichsleiter der Stadt, Wolfgang Zehler, die Maßnahmen in Ortbegehungen vor den nächsten Sitzungen verdeutlichen.

Das Programm gliedert sich in die fünf Themenschwerpunkte Siedlungsentwicklung, Gewerbeentwicklung, soziale Stadt, Natur und Landschaft sowie Mobilität, wobei viele Betrachter vernehmlich die Entwicklung von Wohnbebauung und Ansiedlung von Gewerbebetrieben interessiert. Auch in den Ortsräten lag dort der Fokus. In Weetzen stellte Thomas Bensch (SPD) fest, dass der Ort nur ein großes Neubaugebiet verträgt, Großes Seefeld oder die Zuckerfabrik. Zehler stellte fest, dass es sich bei den im Programm ausgewiesenen Flächen um Optionsflächen handele. Für die Zuckerfabrik spreche, dass dort zusätzlich ein "städtebaulicher Missstand" beseitigt werden könne. Im Übrigen sei, so Zehler, mit der Entscheidung, den Bolzplatz auf die Entwicklungsfläche in der Bröhnstraße zu verlegen, "ISEK ein Stück weit konkretisiert worden". In Weetzen gab es keine Gegenstimmen zum Programm.

Anders in Benthe: Obwohl sie das ISEK für ein rundherum gut ausgearbeitetes Papier halte, wollte Lisa Maack (Grüne) dem Entwurf im Benther Ortsrat nicht zustimmen. Sie wolle aufgelistet haben, wie viel bereits vorhandener Wohnraum im Ort leerstünde, bevor neue Baugebiete erschlossen und Benthe damit am Ortsrand in die Breite wachse. "Wir sind nicht generell gegen die Bauflächen", sagte sie. Doch es nütze nichts, neue Baugebiete aufzumachen, wenn nicht zuvor der Wohnungsleerstand im Ort geklärt sei. "Wenn das ein Auftrag sein soll, nehme ich das gerne mit", sagte Zehler. Allerdings hegte er die Vermutung, dass die Anfrage lediglich statistisch beantwortet werden könne, da es sich um Daten privater Wohnungseigentümer handele. Ortsbürgermeister Detlef Hüper sagte, er glaube auch nicht an die rechtzeitige Umsetzung des geplanten Baugebietes am Hammfeld. Mit Ausnahme der beiden Gegenstimmen der Grünenvertreter stimmten daraufhin die übrigen fünf Mitglieder des Ortsrates für das ISEK.

Hüpers Zweifel nahm Zehler auch in Ihme-Roloven noch einmal auf. "Es gehe bei diesem Programm nicht darum, alles in den drei Jahren zu erledigen. Konzeptionell sollten die Projekte aber in dieser Zeit vorbereitet sein. Die Grenzen der Entwicklung lägen in Ihme-Roloven, wo es zum Programm keine Gegenstimme gab,  bei der gesetzlich vorgesehenen sogenannten Eigenentwicklung von 5 Prozent, die der Ort wachsen könne, außerdem in der Verfügbarkeit von Flächen. "Wir wollen das Programm flexibel halten, um auf Veränderungen reagieren zu können", sagte Zehler, falls es Angebote von Eigentümern gebe. In Ballungsgebieten wie Empelde und Ronnenberg könnten dazu noch die Kapazitäten des Kanalsystems die Möglichkeiten einschränken.

Die einzelnen Projekte der Siedlungsentwicklung

Empelde: Quartiersmodernisierung Memeler Straße (Potenziale Wohneinheiten laut Programm: 31), Dreiecksfläche Nenndorfer Straße/Hansastraße (69), Rathaus-Vorfläche (24), Hintere Gründstückbereiche Rügener Straße (5). Ronnenberg: südliche Magdeburger Straße (40), nördlich des Ohefelds/südlich des Gemeinschaftshauses (10), Nachverdichtung südlich der Gehrdener Straße (30), Meiergarten/Im Sacke/Über den Beeken (25). Weetzen: Münchhausenstraße (8), Vörier Straße/Ortsausgang (6), Bröhnstraße/Haferkamp (10), Umnutzung eines nicht mehr benötigten Spielplatzes Am Seefeld (3), Ehemalige Zuckerfabriksgelände (110), nördlich des Großen Seefeldes (140). Benthe: Am Hammfeld(12). Ihme-Roloven: Dreiecksfläche östlich der Hohefeldstraße (10).

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