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Trio will Bürgerstiftung auf den Weg bringen

Ronnenberg Trio will Bürgerstiftung auf den Weg bringen

Nach Auflösung des Fördervereins Dorferneuerung stellt sich in Benthe die Frage: Wer kümmert sich in Zukunft um die Belange des Dorfes? Als Antwort darauf wollen Hans-Georg Meyer, Axel Horstmann und Manfred Bohr die Gründung einer Bürgerstiftung auf den Weg bringen.

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Drei Männer im Regen: Hans-Georg Meyer (v. l.), Axel Horstmann und Manfred Bohr wollen die Bürgerstiftung in Benthe initiieren.gh

Quelle: Uwe Kranz

Benthe. Die drei Mitglieder des Initiativkreises Bürgerstitung Benther Berg haben jahrelang Vorstandsarbeit im Förderkreis Dorferneuerung des Ortes geleistet. Fehlender Nachwuchs auf diesen Positionen hatte im Juni letztlich zur Auflösung des Vereins geführt. Schon zuvor war allerdings die Idee einer Bürgerstiftung entwickelt worden. Ihr Vorteil: Während der Förderverein seine Mittel zeitnah in Projekte umsetzen musste, kann eine Bürgerstiftung Spenden und Zustiftungen ins Kapital übernehmen und muss das Geld nicht sofort wieder ausgeben. Das erhöht den Handlungsspielraum, wie Horstmann erklärt.

Auch größere Beträge wie Erbschaften könnten auf diese Weise dem Allgemeinwohl des Dorfes zu gute kommen. "Spender haben die Möglichkeit, sich in die Dorfentwicklung einzubringen - auch über die Lebenszeit hinaus", meint Meyer.

Der erste Schritt auf dem Weg zur Bürgerstiftung ist zunächst eine großangelegte Werbeaktion, um das Startkapital von mindestens 50.000 Euro aufzutreiben. Dazu erhalten in den nächsten Tagen zunächst 80 vorab ausgewählte Benther einen Brief der unter anderem einem Satzungsentwurf und eine Verpflichtungserklärung enthält.

Die Resonanz auf diese Anschreiben soll unter anderem als Indiz dafür gelten, ob die Stiftung realisierbar ist. Allerdings hätten "alle Bürger die Chance, sich für ihr direktes Umfeld einzusätzen", sagt Bohr. Keiner sollte beleidigt sein, wenn er nicht unter den ersten 80 angeschriebenen Bürgern ist. 

Der Initiativkreis hofft auf möglichst viele positive Rückmeldungen. Wobei die Verpflichtungserklärungen erst dann wirksam werden, wenn die Stiftung tatsächlich realisiert wird, wie Horstmann betont.

Der Name der Stiftung ist indes bereits mit Weitsicht gewählt. Die ersten Sondierungsgespräche, den Einzugsbereich der Stiftung über die Ortsgrenzen hinaus auf Everloh, Northen und Lenthe zu erweitern, haben Meyer, Horstmann und Bohr bereits geführt. "Wir sind von dieser Sache überzeugt", sagt Meyer. "Wenn das hier nicht funktioniert, wo dann?"  

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