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Jobcenter auch in Empelde?

Empelde Jobcenter auch in Empelde?

Arbeitslosigkeit und Armut sind groß in Ronnenbergs einwohnerstärkstem Stadtteil Empelde. Das geht aus dem Sozialbericht der Region hervor. Grund genug für die Stadt, sich für ein eigenes Jobcenter einzusetzen – damit die Betroffenen vor Ort Beratung erhalten und Arbeitslosengeld beantragen können.

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In Empelde fehlt ein Jobcenter, meint die Stadt Ronnenberg.

Quelle: Carsten Rehder

Empelde. Die Stadt Ronnenberg ist bekannt dafür, dass sie ihren Einwohnern soviel Service wie möglich vor Ort anbieten will. Die Stadt ist eigene Baugenehmigungs- sowie Verkehrsbehörde und kann über Denkmalschutz oder Fahrzeugzulassungen selbst entscheiden. Diese Aufgaben wurden von der Region übernommen. Der frühere Bürgermeister Wolfgang Walther setzte sich zudem erfolgreich dafür ein, dass die Region eine Jugendhilfestation in Empelde eröffnete.

Was noch fehlt, ist ein Jobcenter. Ronnenberger, die Beratungen oder Leistungen der Arbeitsagentur in Anspruch nehmen wollen, können das nicht vor Ort erledigen. Sie müssen nach Hannnover in die Calenberger Neustadt fahren. Das soll sich ändern. Der Erste Stadtrat Torsten Kölle, der den Bereich Bildung und Soziales in der Verwaltung leitet, verhandelt bereits mit der Region, die gemeinsam mit der Agentur für Arbeit 20 Jobcenter, davon elf im Umland, betreibt.

Lasko Werner, Sprecher der Jobcenter in der Region, kann sich zu Ronnenbergs Vorstoß nicht konkret äußern – ob etwa eine Außenstelle des Jobcenters Calenberger Esplanade in Empelde möglich wäre. Feste Kriterien für die Einrichtung eines Standortes gebe es nicht, sagt Werner. Die Trägerversammlung, also Region und Arbeitsagentur, entscheide, wo das Angebot erforderlich sein könnte. „Wir wollen in der Fläche präsent sein, auch als Ansprechpartner für die Bürger“, bekräftigt Werner.

Ronnenbergs Forderung nach einem Vor-Ort-Angebot wird gestützt vom aktuellen Sozialbericht der Region. Demnach gehört Ronnenberg wie etwa Seelze, Garbsen und Laatzen zum „urbanen Verflechtungsraum“ mit einer „benachteiligten sozialen Lage“ seiner Bürger. 10,7 Prozent der rund 25 000 Ronnenberger sind von staatlicher Unterstützung, den Mindestsicherungsleistungen, abhängig – deutlich mehr als in Barsinghausen (8,3 Prozent), Wennigsen (6,1 Prozent) und Gehrden (5,7 Prozent). In Garbsen, Laatzen und Seelze gibt es eigene Jobcenter, die Einrichtung in Barsinghausen ist auch für Einwohner aus Wennigsen und Gehrden zuständig.

Ein weiterer Grund für Ronnenbergs Vorstoß ist der hohe Ausländeranteil in Empelde. Dort leben laut Stadtverwaltung Menschen aus 64 verschiedenen Nationen.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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