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Hohe Heizkosten gaben den Anstoß

Empelde Hohe Heizkosten gaben den Anstoß

Energie sparen, das Klima schonen und auf diese Weise die Schöpfung Gottes bewahren: Für ihr ausgeprägtes Umweltbewusstsein erhielt die Johanneskirchengemeinde Empelde den Grünen Hahn - ein Zertifikat der Landeskirche.

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Vitali und Tabea aus dem Johanneskindergarten erklären zusammen mit Arno Mühlenhaupt am Versuchstisch, wie mittels einer Solarzelle eine Lampe leuchten kann.

Quelle: Sabine Freitag

Empelde. Nach Benthe kann sich auch die evangelische Kirchengemeinde Empelde offiziell als besonders umweltbewusst rühmen – sichtbar gemacht mit einer Plakette der Landeskirche, die am Sonntag am Gotteshaus angebracht wurde. Die Plakette und das Zertifikat sind die Belohnung für einen mehrjährigen Prozess, den ein Umweltteam, bestehend aus Martina Kremeike-Kaatz, Burkhard Manke, Heiner Dettmer und Arno Mühlenhaupt, umsetzte.

"Den letzten Anstoß gaben 12 000 Euro Heizkosten im Jahr 2012", erinnerte sich Kremeike-Kraatz am Sonntag im Gottesdient, mit dem die Zertifizierung gefeiert wurde. "Ab 2013 haben wir Fortbildungen besucht. Wir wussten, dass es viel Arbeit wird", sagte sie. Seitdem werden kontinuierlich Verbräuche und Zählerstände erfasst, um eine Datenbasis zu bekommen und Veränderungen zu erzielen.

Arno Mühlenhaupt zeigte in einer Präsentation, dass die Verbräuche Jahr für Jahr zurück gingen. Als pensionierter Lehrer engagiert er sich in der Umweltbildung. Mit Konfirmanden und Kindern aus dem Johanneskindergarten besuchte er ein Energielabor der IGS Mühlenberg.

Superintendentin Antje Marklein sprach dem Kirchenvorstand und dem Umweltteam ihren Respekt aus. Mit dem Grünen Hahn trage die Gemeinde auch zu Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung bei. Diese Einschätzung unterstrich Pastorin Christiane Elster in ihrer Predigt. "Wir tragen alle dazu bei, den Lebensraum zu erhalten." Gott habe in der Schöpfung einen guten Plan für die Erde und einen besonderen für den Menschen gehabt. Der Mensch solle den Garten Eden pflegen und bewahren. "Wir haben eine große Verantwortung. Diese wollen wir hier bei uns, in der Welt und für künftige Generationen wahrnehmen", sagte sie. Dazu trügen alle Gemeindegruppen bei. "Wir brauchen viele, die mitmachen", sagte die Seelsorgerin und dankte dem Umweltteam für das Engagement.

Doppelt gefordert war im Gottesdienst die stellvertretende Bürgermeisterin Dorothea Pein: Sie musste auf dem Fahrrad in die Pedalen treten, um Energie zum Wassererhitzen zu erzeugen, bevor sie ihr Grußwort sprach. Das Engagement der Gemeinde passe gut zum Klimaschutzaktionsprogramm der Stadt. "So können wir gut zusammen wirken", meinte sie.

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Sie freuen sich über die erfolgreiche Zertifizierung: Arno Mühlenhaupt (von links), Burkhard Manke, Martina Kremeike-Kaatz, Heiner Dettmer und Gabriela Gust.

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Quelle: Sabine Freitag
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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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