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Und was macht die Jugend?

Ronnenberg Und was macht die Jugend?

Im Jugendforum der Stadt Ronnenberg kommen seit fünf Jahren Menschen zusammen, um sich über die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen im Stadtgebiet auszutauschen. Daraus entstanden ist etwa die Jugendaktivmesse JAM - und es gibt Ideen für neue Projekte.

Empelde. Das letzte Kind verlässt das Jungendzentrum und schließt die Tür. Schlagartig hat die Lautstärke in dem Raum mit Kicker-Tisch, Malecke und Musikinstrumenten mehrere Dezibel abgebaut. Nun nimmt ein gutes Dutzend Menschen Platz an der langen Tafel vor der rot gestrichenen Wand. Die Zeit zum Spielen ist vorbei. Jetzt wird diskutiert.

Er würde gerne auf die bevorstehenden Wahlen zur Bildung eines Jugendparlaments zu sprechen kommen, sagt Stadtjugendpfleger Christoph von Maltzahn. "Es gibt es ein paar offene Fragen zum Wahlverfahren." Online oder postalisch - was macht am meisten Sinn? Und wie teuer wird das? Auch ein Briefwahlverfahren sei nicht billig, wirft Ratsherr Uwe Buntrock (Grüne) ein - das habe man schon beim Seniorenbeirat gesehen. Wahlverfahren hin oder her: Die Jugendlichen dürften gerne das nötige Geld bekommen, sagt Handballbetreuer Rüdiger Waldeck. Aber dann müssten sich die jungen Politiker auch mal in den Sitzungen von Rat und Fachausschüssen sehen lassen.

Viele Kinder, viele Interessen

Die Themenauswahl beim Jugendforum der Stadt Ronnenberg ist so vielfältig wie der Hintergrund seiner Teilnehmer. Da kommen Vertreter von Sportvereinen zusammen, aber auch Erzieherinnen aus Kita und Hort, städtische Mitarbeiter, Politiker oder einfach interessierte Eltern und Einwohner. "Thematisch arbeiten wir alle mit unterschiedlichen Zielgruppen", sagt Gesprächsleiter von Maltzahn. Im Dialog erfahre man dann vielerlei Dinge, die die Jugendlichen im Stadtgebiet bewegten.

Auf dieser Grundlage entstand irgendwann das Ronnenberger Pendant zur Barsinghäuser Jugendmesse Chib. Die nächste Kinder- und Jugendaktivmesse JAM ist für Februar 2018 geplant. Dort können sich dann Heranwachsende über allerhand Freizeitangebote in unterschiedlichen Bereichen wie Sport, Musik, Feuerwehr oder Lebensrettung informieren. Auch der Kinderstadtplan "Ronni und Ronja" wurde neu aufgelegt. Am wichtigsten seien allerdings die Vernetzung und der Austausch untereinander, sagt von Maltzahn.

Politik ist mit dabei

Die Teilnehmer des Jugendforums kommen allesamt freiwillig zu den Treffen. Dass im Durchschnitt etwa 15 bis 20 Leute je Termin vorbeischauen, zeige, dass das Gremium funktioniere, sagt der Stadtjugendpfleger. Auch seien immer wieder auch Kommunalpolitiker dabei. "Ich finde es gut, wenn diese Runde wahrgenommen wird", sagt von Maltzahn - aber dass sie dennoch nicht als Plattform für Parteipolitik diene. "Auch wenn es mit viel Arbeit verbunden ist, wollen wir das Jugendforum sicher weitermachen", sagt Maltzahn.

Das Jugendforum der Stadt Ronnenberg kommt seit seiner Gründung 2012 etwa alle zwei Monate im Jugendzentrum in Empelde, Auf dem Rade 3, zusammen. Das nächste Treffen ist für Donnerstag, 1. Juni, geplant. Auch die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen, die Ideen oder Impulse weitergeben möchten, ist ausdrücklich erwünscht. Weitere Informationen gibt es beim Stadtjugendpfleger Christoph von Maltzahn unter Telefon (0511) 43833590. Per E-Mail ist er zu erreichen an Christoph.vonMaltzahn@ronnenberg.de.

Von Nils Oehlschläger

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