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Flüchtlingskinder sollen Berufe kennen lernen

Ronnenberg Flüchtlingskinder sollen Berufe kennen lernen

Die KGS Ronnenberg will 45 Schülern aus drei Sprachlernklassen die Teilnahme am landesweiten Zukunftstag für Jungen und Mädchen ermöglichen. Dafür werden Firmen und Betriebe gesucht, die den jungen Zuwanderern trotz Sprachbarrieren Berufe vorstellen.

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Die KGS Ronnenberg will Kindern aus den Sprachlernklassen die Teilnahme am Zukunftstag ermöglichen: Ingrid Neizel (vorne, Mitte) und die Klassenlehrerinnen Maria Lutz (links) und Insa Steinig hoffen auf Unterstützung aus der Geschäftswelt.

Quelle: Archiv/Rodriguez

Ronnenberg. Am 28. April ist es wieder so weit: Dann sollen in ganz Niedersachsen Kinder und Jugendliche einen Tag lang verschiedene Berufe und Branchen kennen lernen. Auch in der Region Hannover beteiligen sich Jahr für Jahr zahlreiche Unternehmen, Hochschulen, Firmen, Einrichtungen und Betriebe am Zukunftstag und gestatten Schülern einen Blick hinter die Kulissen.

An der Marie-Curie-Gesamtschule wird deshalb zurzeit gezielt versucht, auch den insgesamt 45 Kindern aus den drei KGS-Sprachlernklassen einen Einblick in die Berufswelt zu verschaffen. Doch das ist offenbar gar nicht so einfach. "Es ist für die Lehrer und für die Schulleitung zeitlich völlig unmöglich, Plätze für 45 Schüler zu besorgen", sagt die Leiterin der Sprachlernklassen, Ingrid Neizel.  Das Problem: "Im Gegensatz zu den anderen Schülern kann sich der Asylbewerbernachwuchs auch wegen der Sprachbarriere noch nicht selbst um einen Platz bewerben oder mit Hilfe der Eltern und über persönliche Kontakte gezielt einen Schnuppertag organisieren", sagt Neizel.

Jetzt hoffen Neizel und die drei Klassenlehrerinnen Maria Lutz, Insa Steinig und Daniela Weide auf Unterstützung aus der Geschäftswelt und der Bevölkerung. Die Pädagogin Steinig setzt vor allem auf die Hilfe von Handwerksbetrieben. Diese Branche eigne sich besonders gut, um Kindern trotz Sprachbarriere Produktionsabläufe zu veranschaulichen.

Für Neizel hat die Teilnahme der Zuwandererkinder am Zukunftstag eine besonders große Bedeutung. Es gehe nicht nur um Chancengleichheit und langfristige Perspektiven. "Am Zukunftstag findet an der KGS wegen einer Lehrerfortbildung kein Unterricht statt", sagt sie. Für die jungen Flüchtlinge sei die Aktion des Landes deshalb eine gute Gelegenheit, zusätzliche Sprachimpulse zu bekommen. "Für viele der Kinder ist es doch auch eine tolle Integrationshilfe, wenn sie neben dem Alltag in den Unterkünften und in der Schule zusätzliche Kontakte und Berührungspunkte bekommen."

Unternehmen, Firmen, Einrichtungen und Betriebe, die Flüchtlingskindern am Zukunftstag einen Einblick hinter die Kulissen gestatten, können sich per E-Mail an ingrid.neizel@kgs.ronnenberg.de melden und weitere Informationen erhalten.

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Die KGS Ronnenberg will Kindern aus den Sprachlernklassen die Teilnahme am Zukunftstag ermöglichen: Ingrid Neizel (vorne, Mitte) und die Klassenlehrerinnen Maria Lutz (links) und Insa Steinig hoffen auf Unterstützung aus der Geschäftswelt.

Quelle: Archiv/Rodriguez
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