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Montanez will über Empelde nach Rio

Ronnenberg Montanez will über Empelde nach Rio

Eddie Montanez will nach Rio. Der Profisportler peilt eine Teilnahme an den Paralympics bei den Sommerspielen 2016 in Brasilien an. Um dieses Ziel zu erreichen, trainiert er im Sportcenter in Empelde, wird dort von Physiotherapeuten betreut und freut sich über die guten Bedingungen.

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Trainer Zdzisław Szubski (von links) mit seinem Schützling Eddie Montanez und Fitnesstrainer Jan Francik sowie Physiotherapeut Hendrik Neumann.

Quelle: Oehlschläger

Empelde. Das Ziel ist klar: Rio de Janeiro. Wenn dort im September die Paralympics der Olympischen Spiele beginnen, will auch Eddie Montanez dabei sein. Der 46 Jahre alte Puerto-Ricaner ist professioneller Kanute. Und das, obwohl er seit einem Motorradunfall im Alter von 14 Jahren körperlich eingeschränkt ist. Sein Nachbar habe ihn mit einem Auto gerammt, erzählt Montanez. So verlor er eines seiner Beine.

Doch das hält ihn nicht davon ab, in seiner Disziplin 200-Meter-Sprint erfolgreich zu sein. Regelmäßig paddelt er um die Weltspitze mit, wie auch beim Weltcup vom 20. bis 22. Mai in Duisburg. Dort peilen Montanez und seine Trainer den ersten Platz an. "Er gehört auf jeden Fall zu den Weltbesten seiner Klasse", sagt Jan Francik vom Sportcenter in Empelde leitet. Dort absolviert Montanez sein Krafttraining. Und Francik, der 1975 als polnischer Kanute Vizeweltmeister geworden ist, geht noch weiter: "Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn er in Duisburg nicht gewinnt." Mit einem Sieg würde Montanez auch das Ticket zu den Paralympics im September lösen.

"Ich fühle mich fit, als wäre ich 20 Jahre alt", sagt der 46-jährige Profikanute. Nervös ist er wegen des bevorstehenden Wettkampfs nicht - zu lange habe er darauf hingearbeitet, sagt der Puerto-Ricaner. Seine letzte Vorbereitungsetappe vor der Regatta sei "eine der besten Einrichtungen, in denen er je war". So beschreibt Montanzet die Trainingsbedingungen in Empelde. Er genieße aber auch die schöne Landschaft und das ruhige Gewässer des Leineabstiegskanals in Ahlem, auf dem er trainiere.

Damit Montanez körperlich fit bleibt, sind auch die Therapeuten der Physiotherapiepraxis im Sportcenter gefragt. Dort beugen Hendrik Neumann und seine Kollegen Verletzungen mit einer teils schmerzhaften, aber wirkungsvollen Faszientherapie vor. Diese zielt auf das Bindegewebe und soll Beschwerden durch Verklebungen verhindern. 

Und sollte die Qualifikation für Rio gelingen, sehen Trainer und Physiotherapeuten den Kanuten bald wieder in Empelde. "Definitiv" komme er zur Vorbereitung für die Paralympics zurück, sagt Eddie Montanez. 

Von Nils Oehlschläger

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