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Kirche baut Kita für eine Millionen Euro

Ronnenberg Kirche baut Kita für eine Millionen Euro

Der Pastoralrat der katholischen Pfarrgemeinde St. Maximilian-Kolbe hat einstimmig beschlossen, an der Thomas-Morus-Kirche in Ronnenberg für rund eine Million Euro eine ökumenische Kindertagesstätte zu errichten. Wenn das Bistum grünes Licht gibt, sollen im Frühjahr die Bauarbeiten beginnen.

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Neben dem Gotteshaus an der Deisterstraße soll auf einer Parkfläche (siehe Bildergalerie) ein länglicher Kita-Neubau entstehen.

Quelle: Rodriguez,Privat

Ronnenberg. Für ein Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund einer Million Euro laufen die Planungen unaufgeregt. Dabei ist das Konzept für die neue christliche Kita schon sehr ausgereift. Jetzt rückt sogar ein möglicher Baubeginn immer näher.

„Vor zehn Tagen hat der Pastoralrat einen einstimmigen Beschluss gefasst. Jetzt muss nur noch das Generalvikariat des Bistums Hildesheim zustimmen“, sagt Dietmar Adam. Er ist der stellvertretende Vorsitzende des Pastoralrats der Pfarrgemeinde in Hannover-Mühlenberg, zu der auch die St.-Thomas-Morus-Kirche in Ronnenberg gehört. Die Genehmigung vorausgesetzt, könne ein Baubeginn für März oder April angepeilt werden. Die Inbetriebnahme der Kita sei nach einer geschätzten Bauzeit von etwa einem Jahr im August 2018 möglich.

„Die Idee, einen christlichen Kindergarten in Ronnenberg zu errichten, ist seit zwei Jahren gereift“, erzählt Adam. Hintergrund sei die zu diesem Zeitpunkt bereits feststehende Schließung der katholischen Kirche in Empelde gewesen. Die Ziele: Stärkung des verbliebenen Standorts. „Und wir wollen etwas für Kinder tun“, sagt Adam. Daran sei vor allem dem Pastoralratsvorsitzenden Pfarrer Klemens Teichert sehr gelegen. „Uns geht es darum, den christlichen Glauben weiter zu transportieren. Deshalb wird ein Schwerpunkt der Kita die religiöse Früherziehung sein“, sagt Adam.

Mit ihren Plänen sind die Katholiken auch bei Vertretern der evangelischen Michaelisgemeinde in Ronnenberg auf großes Interesse gestoßen. „Es soll eine ökumenische Einrichtung mit 25 Plätzen in einer Kindergartengruppe und 15 Plätzen in einer Krippe werden“, sagt Adam. Die Trägerschaft will der Caritasverband Hannover übernehmen, der im Südwesten der Region bislang kein derartiges Angebot vorweisen kann.

Ebenfalls großes Interesse zeigt an den Plänen laut Adam auch die Stadt Ronnenberg. „Dass weitere Betreuungsplätze geschaffen werden, kommt der Stadt gelegen“, sagt er. Im August sei deshalb Bürgermeisterin Stephanie Harms mit weiteren Verwaltungsvertretern zu einer Anwohnerversammlung gekommen, um die benachbarten Ronnenberger über die Pläne zu informieren.

Der Kita-Neubau soll zwar auf einem Kirchengrundstück direkt neben dem Gotteshaus an der Deisterstraße errichtet werden. „Es wurden aber Bedenken wegen fehlender Parkplätze geäußert“, sagt Adam. Daran hätten die beauftragten Planer aber gedacht. Insgesamt sei das Vorhaben zwar etwas verhalten, aber positiv aufgenommen worden, sagt Adam. Ein Nachbar bestätigt das: „Kinderbetreuung muss sein, darüber regen wir uns nicht auf“, sagt er.

Unaufgeregt ist auch die Finanzplanung: Ein Großteil der Gesamtkosten von rund einer Million Euro soll über öffentliche Zuschüsse und eine kirchliche Stiftung gedeckt werden. Die Kirchengemeinde will einen Förderverein gründen. „Außerdem soll ein Eigenanteil über Mieteinnahmen von der Caritas refinanziert werden“, sagt Adam.

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Fotostrecke Ronnenberg: Kirche baut ökumenische Kita

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