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Kirche als Herberge für Flüchtlinge

Empelde Kirche als Herberge für Flüchtlinge

Das katholische Gotteshaus in Empelde wird verkauft. Die Entweihung ist für 22. Januar geplant. Bevor der neue Eigentümer das Gebäude abreißt, um dort Wohnhäuser zu bauen, plant die Stadt Ronnenberg die Kirche als Notunterkunft für Flüchtlinge ein.

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Die Kirche Heilige Familie ist als Notunterkunft für Flüchtlinge im Gespräch.

Quelle: Stephen Kroll (Archiv)

Empelde. Die katholische Kirche an der Berliner Straße in Empelde soll am 22. Januar 2016 entweiht werden. Das gab Pfarrer Klemens Teichert am Sonntag auf der Pfarrversammlung bekannt. „Weihbischof Nikolaus Schwerdtfeger wird mit einem letzten Gottesdienst die Profanierung vornehmen“, sagte er. „Dieser Schritt fällt uns sehr schwer, aber wir sind an die Weisung des Bistums gebunden.“

Bereits im Jahr 2009 hatte das zuständige Bistum Hildesheim beschlossen, eine der beiden Kirchen im Ronnenberger Stadtgebiet zu schließen. Im Oktober 2014 hatte sich der Pastoralrat für Empelde entschieden. „Grund dafür war neben dem Sanierungsstau vor allem, dass die Kirche in Ronnenberg nach der Schließung der katholischen Kirche in Weetzen als Anlaufpunkt für die Katholiken der ländlichen Region dient“ , erklärte Teichert.

Die Sonntagsgottesdienste der Gemeinde Heilige Familie, die trotz der Kirchenschließung bestehen bleibt, werden zukünftig in der evangelischen Johanneskirche in Empelde stattfinden. „Dafür sind wir der Johannesgemeinde sehr dankbar“, so Teichert.

Für das Kirchengebäude ist bereits ein Käufer gefunden worden, der auf dem Grundstück Wohnhäuser mit altengerechten Wohnungen errichten will, teilt der Pfarrer weiter mit. Zuvor müssen aber die Gremien des Bistums Mitte Dezember dem Verkauf zustimmen. Danach wird auch entschieden, ob die Kirche vor dem geplanten Neubau für eine gewisse Zeit als Notunterkunft für Flüchtlinge dienen kann. „Die Stadt Ronnenberg ist mit einer entsprechenden Anfrage an uns herangetreten, aber noch ist alles offen", sagte der Pfarrer.

Bürgermeisterin Stephanie Harms bestätigte die Pläne, im ehemaligen Gotteshaus Flüchtlinge einzuquartieren, falls die Zahl der Asylbewerber Anfang 2016 weiter dramatisch steigen sollte. "Dann schließt sich der Kreis", sagt Harms. "Die Empelder Kirche wurde schließlich von Flüchtlingen gebaut."

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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