Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Kinder setzen sich für Wildbienen ein

Ronnenberg Kinder setzen sich für Wildbienen ein

Nach dem Bau von Igelhäusern im vergangenen Jahr hat sich die Klasse von Lehrerin Katharina Giese diesmal noch kleinere Lebewesen vorgenommen. Mit Nisthilfen bauten die Jungen und Mädchen aus Benthe Unterschlupfe für Wildbienen.

Voriger Artikel
Ronnenberger gedenken Pogromnacht
Nächster Artikel
Stadt bietet Ausgleich für Sportplatz an

Die Kinder stellen gemeinsam mit Helfern des BUND die Nisthilfen für Wildbienen auf.

Quelle: Uwe Kranz

Benthe.  Bepackt mit allerlei Werkzeug haben sich die Schüler der Klasse 3 der Grundschule Benthe am Donnerstagmorgen auf den Weg gemacht. Ziel war die Straße Am Steinweg im Herzen des Ortsteils rund um den ehemaligen Laden von Sabine de Vos. Im Gepäck hatten sie auch Nisthilfen für Wildbienen, die sie zuvor in der Schule gebastelt hatten. Nun wollten die Kinder die kleinen Holzkonstruktionen in den Beeten entlang der Straße aufstellen. 

„Lebensräume für Wildbienen“ heißt die Aktion, für die Klassenlehrerin Katharina Giese unter anderem Unterstützung vom Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) bekam.  „Die Kinder sollen bei dieser Aktion selbst tätig werden und sich durch den eigenständigen Bau von Nisthilfen und deren Aufstellen, sowie durch das Einpflanzen von Stauden und Nahrungspflanzen mit den angelegten Beeten identifizieren und diese wertschätzen“, erklärt die Lehrerin. Silke Preis, Mutter einer Schülerin, hatte als Mitglied der Naturschutzorganisation gemeinsam mit de Vos die Idee entwickelt. Die ehemelige Ladenbetreiberin pflegt die Beete seit der Auflösung des dörflichen Fördervereins.

BUND-Naturschutzreferent Rene Hertwig und der Ronnenberger Gerhard Hermann haben an benachbarten Badebornteich bereits viel Erfahrungen mit Wildbienen gesammelt. In Benthe kam ihnen auch Jörg Behnsen zur Hilfe. Gemeinsam mit den Kindern verankerten sie Baumstämme in der Erde, an denen die Nisthilfen –landläufig auch Insektenhotels genannt – aufgehängt wurden. 

Kaum zu bremsen waren Sadam, Alena, Elias und Theo, die sich sofort auf die Spaten stürzten, um die Löcher für die Stämme auszuheben. Aber auch alle anderen Kinder der Klasse stromerten alsbald durch die Grünanlage und buddelten, was die Schaufeln hergaben. Hertwig hatte alle  Mühe den Elan der Kinder in die richtigen Bahnen zu lenken. Hand in Hand kamen die Beteiligten dann aber doch zum gewünschten Ziel. 

Schon im vergangenen Jahr, in der Jahrgangsstufe 2, hatte sich Gieses Klasse um das Wohl von Tieren verdient gemacht. Damals hatten die Kinder Igelhäuser gebaut. Die Nutznießer der aktuellen Aktion, die von der Bingo-Stiftung finanziert wurde, sind um einiges kleiner aber ebenso nützlich. „Am Beispiel der Wildbienen soll aufgezeigt werden, welche Bedeutung eine artenreiche Dorfflora hat und welche Nischen sich Tiere im bebauten Wohnumfeld erschließen“, erklärt Giese.

Und mindestens ein weiterer Ausflug ins Dorf ist den Schulkindern damit sicher: Ende April/Anfang Mai im kommenden Jahr müssen sie zurückkommen, um zu sehen, ob die Aktion auch erfolgreich war. Dann werden sie sehen wie viele kleine Brummer in den Nisthilfen ein neues zu Hause gefunden haben.

Von Uwe Kranz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten

Ungezählte ehrenamtliche Helfer unterstützen die diakonischen Einrichtungen. Ihre Arbeit soll während der "Woche der Diakonie" besonders gewürdigt und vorgestellt werden. mehr

doc6xhd6l4zq891etppp7qr
Ronnenberger gedenken Pogromnacht

Fotostrecke Ronnenberg: Ronnenberger gedenken Pogromnacht