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Kinder wollen Igeln Unterschlupf bieten

Benthe Kinder wollen Igeln Unterschlupf bieten

Bloß keine Milch geben, und auch möglichst im Garten nicht überall das Laub beseitigen: 21 Zweitklässler aus der Grundschule Benthe haben sich an einem Naturschutztag mit den Vorlieben und Abneigungen von Igeln auseinander gesetzt – und dabei viel über den dieser Tiere Lebensraum gelernt.

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Nur noch das Dach: Die Naturschutz-Experten Silke Pracht und René Hertwig vom BUND helfen Katharina (8), Youssef (9, Mitte) und Sören beim Zusammenbau der Igel-Quartiere. Klassenlehrerin Katharina Giese (siehe Bildergalerie) gibt den Zweitklässlern nach dem Zusammenbau der Holzhäuser Tipps für das Anmalen der Frontseiten.

Quelle: Ingo Rodriguez

Benthe. Wenn es um den Schutz und um vorteilhafte Bedingungen für Igel geht, kennen sich die Jungen und Mädchen aus dem zweiten Jahrgang inzwischen bestens aus: „Mit Laub können sich die kleinen Tiere ein Quartier bauen, und von Milch bekommen sie Durchfall“, sagte der siebenjährige Theo und empfahl Wasser als sinnvolle Gabe für die stacheligen Säuger.

Auch Klassenkamerad Sören hatte zuvor bei einem kleinen Waldspaziergang gut aufgepasst: „Autos sind sehr gefährlich für Igel, und sie essen gerne Würmer“, wusste er am späten Vormittag. Bei einer rund einstündigen Erkundungstour hatte zuvor nicht nur Klassenlehrerin Katharina Giese die Grundschüler begleitet. Auch die beiden Igel-Experten Silke Pracht und René Hertwig vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) waren mitgekommen – um den Kindern in natürlicher Umgebung Vor- und Nachteile im Lebensraum der Igel zu zeigen.

„Jetzt beginnt die Jahreszeit, in der die Tiere einen Unterschlupf für ihren Winterschlaf suchen“, sagte Pracht und nannte damit auch den Hintergrund für die Auswahl des Themas. Die Mutter aus der Elternschaft der Klasse hatte nicht nur den Kontakt zum BUND hergestellt. Auf ihre Initiative hin hatte die Organisation auch Fördergelder der Bingo-Umweltstiftung für die Aktion beantragt. Und von dem Geld hatten die beiden BUND-Helfer für jedes Kind einen Spezial-Bausatz gekauft und mitgebracht.

„Das werden Igelhäuser, die die Kinder in ihren Gärten oder im Dorfumfeld als Quartier aufstellen“, sagte Pracht. Genau deshalb wurde zum Abschluss des Naturschutztages im Klassenraum ordentlich geschraubt und gehämmert. „Damit die Igel einen Platz für den Winterschlaf finden“, sagte Theo.

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