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Knöllchen für Elterntaxis an der Grundschule

Ronnenberg Knöllchen für Elterntaxis an der Grundschule

Politik, Verwaltung und Schulleitung wollen die als chaotisch bezeichneten Zustände im Bring- und Abholverkehr an der Empelder Grundschule nicht hinnehmen. Nachdem alle Versuche der Verkehrssicherung gescheitert sind, sollen nun Mitarbeiter des Ordnungsamtes einschreiten.

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In Zukunft soll es für falsch parkende Elterntaxis vor der Theodor-Heuss-Schule konsequent Knöllchen geben.

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand

Empelde. Teamleiter Thomas Peest erklärte am Montagabend während der öffentlichen Sitzung des Bildungsausschusses den sogenannten Laufbus an der Theodor-Heuss-Schule für gescheitert. Dabei breitete er nochmal die Chronologie der städtischen Bemühungen um die Sicherheit in der Barbarastraße aus. Zunächst sei der Vorschlag einer Bannmeile gescheitert. Danach sei die Idee des Laufbusses entstanden, bei dem Eltern Gruppen von Schülern zu Fuß zur Schule begleiten. Beide Initiativen, begleiten von zahllosen Gesprächen, Elternabenden und Informationen scheiterten am mangelnden Interesse oder der Ablehnung der Eltern.

Derweil spitzt sich die Situation vor der Schule immer weiter zu. Vor allem an Regentagen sei es besonders schlimm, erzählte Schulleiterin Andrea Schirmacher, die dem Ausschuss als Beisitzerin angehört. Es haben sogar schon zwei "Fast-Schlägereien" gegeben, als Eltern, die sich gegenseitig blockierten, aufeinander losgegangen seien. Sie selbst sei aufgefordert worden, ihren Beruf anden Nagel zuhängen, falls sie den Verkehr vor ihrem Arbeitsplatz nicht regeln könne.

Dass dies nicht die Aufgabe Schirmachers ist, darüber waren sich die Politiker im Ausschuss einig, auch darüber, dass die Situation in ihrem aktuellen Ausmaß nicht hinnehmbar ist. Die Frage nach einer Lösung gestaltet sich schwierig. "Das Einzige, was hilft, sind Politessen oder die Polizei, die Tickets verteilen, bis auch der Letzte gemerkt hat, wie man parken muss", urteilte Schirmacher. Die Polizei könne nicht auf Dauer eine Aufsicht in der Barbarastraße abstellen, meinte dagegen der parteilose Carsten Mauritz, worauf Jens Williges (Grüne) eine zeitweilige Sperrung der Straße anregte. Das wiederum würde das Problem nur räumlich verlagern, sagte der Erste Stadtrat Torsten Kölle.

In Weetzen, wo seit Monaten eine Bannmeile praktiziert wird, funktioniert diese inzwischen gut. "Ich arbeite im Bereich dieser Bannmeile", sagte der Ausschussvorsitzende Rüdiger Wilke (SPD). "Die Lage hat sich deutlich entspannt. In Empelde hatten die Eltern dagegen trotz der vielfach gefährlichen Situation kein Einsehen und haben die Bannmeile abgelehnt. "Es ist ein Glück, dass noch nichts passiert ist", sagte eine Elternvertreterin.

Letztlich beauftragten die Mitglieder des Ausschusses die Verwaltung, zumindest für einige Zeit Mitarbeiter des Ordnungsamtes in die Barbarastraße zu schicken. Diese könnten zwar "nicht in den fließenden Verkehr eingreifen", wie Kölle anmerkte. Sie sollen aber zumindest versuchen die chaotische Situation mit wild abgestellten Pkws, in den Griff zu bekommen, selbst wenn dies die Kräfte der Verwaltung dort bindet. Die Sicherheit der Schulkinder sei schließlich wichtiger als ein anderswo falsch abgestelltes Auto, dass niemand direkt gefährdet, meinte Williges.

Ausschuss bringt Stadtarchiv auf den Weg

Der Bildungsausschuss empfahl nach kurzer Beratung einstimmig die Einrichtung eines Stadtarchivs. Bei den Einzelheiten der Umsetzung des von allen Parteien gemeinsam eingebrachten Antrags blieben die Politiker aber überraschend vage. Erster Stadtrat Torsten Kölle äußerte die Erwartung, die Politik könne bereits mit einem Vorschlag für Räumlichkeiten und Vorstellungen über Ausstattung sowie Personalbedarf aufwarten. Die Ausschussmitgleider räumten allerdings ein, dass diese noch nicht geklärt sind. "Wir sind alle noch nicht genug drin in der Meterie", fasste der Ausschussvorsitzende Rüdiger Wilke zusammen. "Heute machen den ersten Schritt. Ich galube, im nächsten Ausschuss haben wir das wieder auf dem Tisch."

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In Zukunft soll es für falsch parkende Elterntaxis vor der Theodor-Heuss-Schule konsequent Knöllchen geben.

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand
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