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Kirche ist überhaupt nicht uncool

Empelde Kirche ist überhaupt nicht uncool

Altmodisch? Nein. Religion und Glaube finden Livia Nguyen und Emma Kitzel überhaupt nicht uncool. Die beiden Konfirmandinnen der Empelder Johannesgemeinde haben sich bewusst für die Kirche entschieden und sich gestern im Vorstellungsgottesdienst taufen lassen.

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Die Konfirmanden der Empelder Johanneskirchengemeinde geben Kuchen aus (von links): Livia Nguyen, Marlene Zimmermann, Vanessa Wiegand und Amy Cotton.

Quelle: Jennifer Krebs

Empelde. "Meine Eltern wollten mich nicht als Kind taufen lassen, um mir die Entscheidung offen zu lassen", sagt Emma. Mit dem Religionsunterricht kam das Interesse an Gott und Glauben. Irgendwann war dann klar, dass sich Emma auch taufen und konfirmieren lassen will. Wie viele ihrer Freunde. Dass viele Jugendliche zur Konfirmation eine gute Stange Geld geschenkt bekommen, spielte für die 13-Jährige keine Rolle. "Das wusste ich erst gar nicht."

Bei Livia war's die Familie. "Meine ältere Schwester ist schon konfirmiert", erzählt sie. Und auch ihre Schwester habe sich direkt vorher taufen lassen. Das bestärkte Livia auf ihrem Weg. Bei ihrer Taufe duften die beiden Konfirmandinnen Freundinnen mit nach vorne nehmen. "Ein schöner Moment", sagt Emma.

Unmittelbar nach dem Gottesdienst ging es für die 33 Empelder Konfirmanden noch in den Gemeindesaal. Die Jugendlichen hatten eine Kaffee- und Kuchentafel organisiert. Die Eltern hatten gebacken. Der Erlös ist für die Jugendarbeit in der Partnergemeinde Sodo im westafrikanischen Togo bestimmt. "Die Idee für diese Aktion kam von den Konfirmanden selbst", sagt Pastorin Christiane Elster. Dickes Lob von ihr: Nach eineinhalb Jahren Konfirmandenunterricht und Vorbereitungszeit auf die Konfirmation hätten sich die Jugendlichen viele, ganz ernsthafte Gedanken um den Vorstellungsgottesdienst gemacht. Möglichst jeder sollte einen Part übernehmen. Gebete, ein Glaubensbekenntnis und Rollenspiel wurden erarbeitet.

Der nächste große Tag ist nun die Konfirmation. Die erste Gruppe der Johanneskirche feiert schon am nächsten Sonntag, darunter befindet sich auch Emma. "Und ich bin schon ziemlich aufgeregt", muss die 13-Jährige zugeben. Livia gehört zum zweiten Schwung, der erst am 1. Mai konfirmiert wird. Die beiden Mädchen haben sich neue Kleider gekauft. Die meisten Jugendlichen "machen sich schon richtig schick zu ihrer Konfirmation", sagt Pastorin Elster. Das gehört dazu.

Dazu gehört auch, hinterher zu feiern, mit Nachbarn und Freunden, Onkel und Tante. Emma und Livia feiern zu Hause, mit 20 bis 30 Leuten. Gestern nach der Taufe ging es ins Restaurant.

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