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Braucht Empelde eine zweite Grundschule?

Empelde Braucht Empelde eine zweite Grundschule?

In Empelde fehlen derzeit 19 Hortplätze für Grundschüler. In einer Ganztagsschule wäre die Betreuung gesichert und für die Eltern zudem kostenlos. Mit Hochdruck arbeiten die Verwaltung und die Schulleitung an einem Konzept - auch für den Fall, dass es in der Schule zu eng wird.

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Wenn die Empelder Grundschule auf Ganztagsbetrieb umstellt, müssen zusätzliche Räume geschaffen werden.

Quelle: Ingo Rodriguez

Empelde. In Ronnenbergs einwohnerstärkstem Stadtteil Empelde wächst der Druck berufstätiger Eltern von Grundschülern auf Politik und Verwaltung. Wo soll das Kind nach dem Unterricht betreut werden,wenn Vater und Mutter noch arbeiten müssen? Aktuell stehen 19 Grundschüler auf der Warteliste für einen Platz im Hort.

Die Betreuungslücke kann eine Ganztagsgrundschule schließen, die insbesondere von der SPD seit Jahren gefordert wird. "Ein Konzept ist in Arbeit", sagt der Erste Stadtrat Torsten Kölle. 100.000 Euro Planungskosten hat die Verwaltung für dieses Jahr in den städtischen Etat eingestellt.

Um die Ganztagsbetreuung verwirklichen zu können, müssen noch etliche Hürden genommen werden. Dazu gehört ausreichend Platz für alle Kinder. Die Stadtverwaltung und die Theodor-Heuss-Schule haben bei einer Bestandsaufnahme festgestellt, dass zehn Räume fehlen - bei fünf Klassen pro Jahrgang. Diese Auslastung sei realistisch wegen des Zuzugs weiterer Familien aus dem Kreis der Flüchtlinge, sagt Kölle. Für eine fünfzügige Ganztagsgrundschule ist die Stadt auf die Zustimmung des Gesetzgebers angewiesen. "Wir verhandeln mit der Landesschulbehörde, eigentlich darf diese Schule nur vierzügig sein", sagt Kölle.

Das Raumproblem beschäftigt auch die Politiker. "Woher sollen die Räume kommen? Müssen diese an einem neuen Standort geschaffen werden?" Mit diesen Fragen eröffnet Dorothea Pein (Bündnis 90/Die Grünen) die Diskussion um eine zweite Grundschule für Empelde. Für Kölle gibt es keine Denkverbote. Die Verwaltung bevorzuge allerdings eine Erweiterung des vorhandenen Gebäude an jener Stelle, wo zurzeit der Hort untergebracht ist. Wenn es schnell gehen soll mit dem Ganztagsbetrieb, könnten Räume in einem Containerbau geschaffen werden.

Der Antrag für eine Ganztagsgrundschule ab Sommer 2017 muss  bis 1. Dezember dieses Jahres bei der Landesschulbehörde vorliegen. "Das wird sehr eng, es wartet eine gewaltige Aufgabe auf uns", sagt Kölle. Auch die Politik muss ihr Votum abgeben. Eine erste Reaktion kommt von der SPD. "Wie tragen das mit", sagt Uwe Specht, der bildungspolitische Sprecher der Ratsfraktion. Die Sozialdemokraten plädieren für eine für alle Schüler verpflichtende Ganztagsschule und eine schrittweise Umsetzung. "Wir sollten 2017 beginnen", sagt Specht.

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Die Stadt schlägt vor, die Grundschule an dieser Stelle mit einem Neibau zu erweitern.

Quelle: Ingo Rodriguez
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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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