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Wenn Donald Trump die Welle reitet

Ronnenberg Wenn Donald Trump die Welle reitet

Mit seiner zweiten Ausstellung in diesem Jahr präsentiert der Kunstraum Benther Berg von Sonntag an die vielseitige Künstlerin Kathrin Uthe. Die Hannoveranerin zeigt Plastiken, aber auch Zeichnungen und fotografische Werke, aktuell auch mit Anspielungen auf die politischen Entwicklungen in den USA.

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Kathrin Uthe umringt von einigen ihrer Skulpturen.

Quelle: Uwe Kranz

Benthe. Vier Themen beherrschen die Arbeiten von Kathrin Uthe und verschwimmen in ihnen teilweise zu neuen Realitäten. Ein Schwerpunkt ist die griechische Mytholgie, die sich vor allem in Plastiken wiederfindet. Besucher treffen beispielsweise auf den Hund Zerberus, der mal drei-, mal siebenköpfig den Hardes bewacht. Daneben Abbilder des Herakles und von König Eurystheus, der dem Helden, der Sage nach, sieben Aufgaben gestellt hat, auf die die Künstlerin Bezug nimmt. Der Erymanthische Eber, Aufgabe Nummer vier für Herakles, erhält von Uthe Züge, die an den amerikanischen Präsidenten Donald Trump erinnern sollen. Eigentlich, sagt die Mutter von zwei erwachsenen Söhnen, seien ihre Werke unpolitisch. "Hierbei ließ sich der Bezug aber nicht vermeiden", sagte sie.

Ähnlich ist es der Künstlerin ergangen, als sie noch wenige Tage vor Ausstellungsbeginn Teile einer Zeichnung aktualisierte. Aus Zeitungsüberschriften hatte sie die "Große Welle" von Kanagawa nachgebildet, auf deren Kamm nun Trump auf einem Surfbrett dahingleitet. Das Werk solle zeigen, "dass wir von den vielen Katastrophen in der Welt wissen, aber die Narren sind, die im Wohnzimmer sitzen und zu wenig tun". Die Couch steht bei ihr dort, wo bei Kanagawa der Fujiyama thront.

Seit ihrer Schulzeit war Uthe klar, dass sie sich der Kunst verschreiben wollte. Auslöser war ein Referat über Michelangelo. "Ich bin dann über Schlangenlinien dorthin gelangt", erzählt die Künstlerin, die dann in Berlin visuelle Kommunikation studiert und schließlich ihre Neigung zum Beruf gemacht hat.

Während die Zeichnungen überwiegend dem Thema Traum widmen, stehen für Uthe bei ihren Fotografien Tipis und Stühle im Vordergrund, wobei die Sitzmöbel für Personen stehen, die sie in verschiedenen Situationen zeigt. "Auf der Digitalfotografie liegt nicht mein Hauptfokus", sagt Uthe. "Aber es fasziniert mich, dabei verschiedene Welten zusammenzubringen." In vielen Darstellungen ihrer drei Kunstformen, die alle ergebnisoffen enstanden sind, verschwimmen die vier Schwerpunkte ihrer Arbeit miteinander - die Interpretation bleibt dann vielfach dem Betrachter überlassen.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, 26. März, um 11 Uhr im Kunstraum Benther Berg, Bergstraße 3, in Benthe spricht Rainer Grimm eine Einführung. Die Ausstellung öffnet bis zum 30. April, sonnabends, 15 bis 17 Uhr, sonntags 11 bis 17 Uhr und montags 15 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung.

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