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Zukunft des Kunstraums ist ungewiss

Benthe Zukunft des Kunstraums ist ungewiss

Kostendruck, kaum Fördermitglieder, keine Nachwuchstalente in Sicht: Der Kunstraum Benther Berg steht gut 20 Jahre nach der ersten Ausstellung vor einer ungewissen Zukunft. Die sieben Künstler des Vereins müssen regelmäßig Kassendefizite mit privaten Einlagen ausgleichen. Jetzt ist Mitgliederwerbung angesagt.

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Beliebter Treffpunkt für Künstler und Kunstliebhaber: In der oberen Etage des städtischen Gebäudes an der Bergstraße in Benthe werden seit 1997 ununterbrochen Exponate unterschiedlichster Stilrichtungen ausgestellt.

Quelle: Archiv

Benthe. Sechs Ausstellungen pro Jahr, anspruchsvolle Profikunst, mehr als 2000 Besucher pro Saison - es ist unbestritten: der Kunstraum Benther Berg ist seit der ersten Ausstellung im Oktober 1997 zu einer Bereicherung des kulturellen Lebens im Ronnenberger Stadtgebiet geworden - und darüber hinaus: Sogar im Kunstplan der Region Hannover sind die ehrenamtlich organisierten Ausstellungen und Aktionen regelmäßig aufgeführt.

Trotzdem ist die Zukunft der Einrichtung jetzt bedroht. Obwohl der Verein und die ehrenamtlich tätige Gruppe von zurzeit sieben Profikünstlern regelmäßig auch von Sponsoren sowie dem Ortsrat und der Stadt unterstützt wird, ist der Betrieb im Kunstraum für aktiven Mitglieder Bärbel Erbstößer, Dieter Götze, Kristina Henze, Rainer Janssen, Nigel Packham, Bernd Pallas und Karin Sandberg-Kobling inzwischen ein Zuschussgeschäft. "Kürzlich mussten wir wieder aus eigener Tasche zusammenlegen, um die Nebenkostenrückstände des Vereins auszugleichen", sagt Gründungsmitglied Erbstößer.

Die Gründe für den zunehmenden Kostendruck nennt der Vorsitzende Rainer Janssen: "Steigende Nebenkosten für die Räume, nur rund zehn Fördermitglieder, und aus zehn aktiven Kunstmitgliedern mit regelmäßigen Beitragszahlungen sind inzwischen auch nur noch sieben geworden." Dazu kommen laut Janssen Kosten für Veröffentlichungen in Kunstführern sowie für Einladungen und Flyer. Für den Verein gehe es jetzt darum, neue Mitglieder zu werben. "Aktive und passive", sagt Janssen. Nur: "Nachwuchstalente mit Ambitionen, den Programmbetrieb ehrenamtlich zu unterstützen und die Räume zusätzlich mit eigenen Ausstellungen zu bespielen sind rar", sagt er.

Der Vorsitzende  betont: "Die Vereinsmitglieder nutzen die Räume zwar auch regelmäßig für eigene Ausstellungen, wir präsentieren aber auch viele Gastkünstler - aber der Kunstraum wird langsam ein Minusgeschäft." Für die aktiven Mitglieder mit eigenem Atelier und guten Kontakten und Präsentationsmöglichkeiten wäre eine Aufgabe des Kunstraums zwar schmerzlich, aber verkraftbar. "Trotzdem wäre es der Verlust einer öffentlichen Kultureinrichtung in Ronnenberg", sagt Jansen.

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