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"Ein Fernsehauftritt ist ein krasses Gefühl"

"Voice of Germany"-Teilnehmer Leon Braje im Interview "Ein Fernsehauftritt ist ein krasses Gefühl"

Bei der Castingshow "The Voice of Germany" startet am Sonntagabend auch mit Leon Braje auch ein Talent aus Ronnenberg. Die Ausstrahlung der Sendung auf Sat.1 beginnt um 20.15 Uhr. Elena Everding hat vor dem großen Fernsehauftritt mit dem jungen Musiker gesprochen.

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Gar nicht kamerascheu: Freundin Tabea gibt Leon Braje (Mitte) vor dem Gang auf die Bühne noch etwas mit auf den Weg.

Quelle: SAT.1/ProSieben/ Andreas Kowalski

Ronnenberg. Leon, seit wann machen Sie schon Musik?
Mit sechs habe ich angefangen Gitarre zu lernen. Ich habe mehrere Instrumente ausprobiert, auch die Ukulele oder afrikanische Trommel. Das mit dem Singen mache ich seit dem Abitur. Da hatte ich viel freie Zeit und konnte viel üben, also habe ich mir ein kleines Repertoire angelegt. Dann bin ich damit einfach irgendwann in Hannover von Bar zu Bar getingelt. Dabei habe ich dann Leute kennen gelernt, die mich für Geburtstage oder Hochzeiten buchen wollten. So hat sich das dann ganz gut entwickelt.

Wann war für Sie klar, dass Sie sich bei "The Voice of Germany" bewerben wollen?
Das habe ich relativ spontan entschieden, nachdem mich immer wieder Leute gefragt haben, wieso ich so etwas nicht mache. Ich fand es spannend und dachte mir "Warum nicht?". Ich probiere gerne verschiedene Dinge aus, zum Beispiel habe ich schon auf einer Palliativstation gespielt oder mit depressiven Kindern einen Song geschrieben.

Wie finden es Ihre Familie und die Kommilitonen, Sie jetzt im Fernsehen zu sehen?
Die Reaktionen waren durchweg positiv. Meiner Familie war es nur wichtig, nicht in so ins Rampenlicht gezogen zu werden. Meine Freundin Tabea ist aber zum Glück gar nicht kamerascheu. Sie hält das für eine coole Sache. Meine Kommilitonen waren erst einmal überrascht und finden es auch ziemlich lustig, aber ich kann ja auch über mich selbst lachen.

Wie ist es, anstatt in einer Bar vor einem vor einem Millionenpublikum im Fernsehen aufzutreten?
Das ist ein krasses Gefühl. Man ist natürlich extrem aufgeregt vor dem Auftritt, gar keine Frage. Aber wenn man dann auf der Bühne steht, ist das, als würde man nur für die Leute vor Ort singen. Ich habe mir beim Singen die ganzen Zuschauer dann einfach vorgestellt – das ist irgendwie unfassbar.

Sie spielen auch in einer Band, wie geht es damit weiter?
Ich habe schon früher in einer Band als Gitarrist gespielt, damit habe ich aber zum Abitur aus Zeitgründen aufgehört. Mit einigen ehemaligen Bandmigliedern bin ich jetzt wieder als Band "Quintessence" am Proben, das wird bestimmt auch nochmal spannend. Aber auch die ungezwungene Zeit als Solomusiker zwischendurch habe ich genossen.

Was würde es für Sie bedeuten, wenn es mit The Voice nicht klappt?
Eigentlich bin ich noch davon überzeugt, das ich Chemiker werde und damit dann später meinen Lebensunterhalt bestreite, weil das familienfreundlicher und sicherer ist. Ich habe großen Respekt davor, was Musiker im Showbusiness so leisten. Viele Leute denken, dass das nur ein Hobby ist, aber es ist harte Arbeit. Falls ich später Chemiker werde, bin ich jedenfalls auch zufrieden.

Wie schaffen Sie es, die Musik und dein Studium unter einen Hut zu bringen?
Die Drehtermine von "The Voice" lagen leider in der Klausurenphase, sodass ich einige Klausuren schieben musste. Gerade versuche ich aber, ganz normal weiter zu studieren. Als Nebenjob lässt sich das Musikerdasein auch ganz gut mit dem Studium vereinbaren, wenn nicht gerade solche Mammutprojekte wie "The Voice" anstehen.

Jamie-Lee Kriwitz, die die letzte Staffel von "The Voice" gewonnen hat, kommt praktisch aus Ihrer Nachbarschaft. Ist dadurch der Druck, in ihre Fußstapfen zu treten, größer?
Nein, darüber habe ich mir ehrlich gesagt auch gar keine Gedanken gemacht. Ich mache mir da keinen Stress. Ich hoffe vor allem, dass ich durch die Teilnahme als Musiker in Hannover bekannter werde und es dann bei meinen Auftritten auch mal voller wird.

Wie war es für Sie, bei den Blind Auditions den Song "Wunderbare Jahre" von Alexander Knappe zu singen?
Ich fand den Song passend, weil er diese rauen Elemente hat, wie auch meine Stimme. Außerdem trifft er sehr gut meine momentane Lebensphase – schließlich habe ich gerade wunderbare Jahre.

Von Elena Everding

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