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Letzte Hürde für das Jugendparlament

Ronnenberg Letzte Hürde für das Jugendparlament

Anfang Oktober soll feststehen, wer sich für die Jugend der Stadt in den folgenden zwei Jahren politisch einsetzen soll. Für das Jugendparlament wurde eine Satzung erarbeitet, die am Mittwochabend im Rat der Stadt ihre letzte Hürde nehmen soll. Das wäre der Startschuss für die Jugendvertretung.

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Der Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch (Mitte) gibt den Jugendlichen Tipps für die Gründung ihres Jugendparlamentes.

Quelle: KRANZ

Ronnenberg. Die Satzung soll als Grundlage der zukünftigen Arbeit des Jugendparlamentes dienen. Darin werden die Rechten und Pflichten des neuen Gremiums sowie der Wahlmodus festgelegt. Die Rahmenbedingungen für die Abstimmung wurden - wie die gesamte Satzung - mit den Jugendlichen abgestimmt, hatte der Erste Stadtrat Torsten Kölle in der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses erklärt. Der Ausschuss hatte die Satzung bereits einstimmig angenommen.

Demnach soll die Jugendvertretung neun Mitglieder erhalten, die junge Menschen im Alter von 6 bis 21 Jahren vertreten sollen. "Die Mitglieder des Jugendparlamentes üben ihre ehrenamtliche Tätigkeit parteipolitisch und konfessionell neutral und unabhängig aus. Seine Mitglieder sind nicht an Weisungen gebunden", heißt es in der Satzung. Vertreter des Parlamentes sitzen in allen Fachausschüssen der Stadt und haben Rederecht. Das Gremium kann jederzeit Anträge an die Verwaltung stellen.

Wahlberechtigt sind alle Ronnenberger Bürger, die am ersten Tag des Wahlzeitraumes zwischen 12 und 21 Jahre alt sind. Die Wahlperiode dauert nur zwei Jahre. Damit wird festgelegt, dass Miglieder des Parlamentes spätestens kurz nach Überschreiten der Altersgrenze das Gremium verlassen müssen. Aus diesem Grund sind auch nur Personen zwischen 13 und 19 Jahren wählbar.

Genügend Kandidaten für eine echte Wahl sollten dem Anschein nach zusammenkommen. So fanden sich allein bei einem Treffen am Jugendbauwagen in Benthe in der vergangenen Woche mehr als zehn Jugendliche ein, die Interesse an einer Kandidatur bekundeten. An der einzigen Ronnenberger Jugendeinrichtung außerhalb von Empelde rührte die Initiatorin Julia Schulze noch einmal gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch und einigen Orts- und Ratspolitikern die Werbetrommel für die Kandidatur. "Das ist eine gute Möglichkeit, einmal in die Politik reinzuschnuppern, aber auch richtig etwas zu bewegen", sagte Miersch, der in den Neunzigerjahren in seinem Heimatort Laatzen ein Jugendparlament mit aufgebaut hatte.

Schulze fasste die Chancen des Jugendparlamentes in einfachen Worten zusammen: "Schön ist es, wenn die Erwachsenen etwas beschließen, was uns nicht gefällt, und wir dann dazu etwas sagen können." Das sei nicht normal. Nicht jede Kommune leite sich ein Jugendparlament, meinte Lisa Maack, Leiterin des Bauwagen-Projektes. Um sich besser zurecht zu finden, erhalten die gewählten Jugendvertreter in Ronnenberg Unterstürtzung von Mentoren aus allen im Rat vertretenen Parteien, die schon jetzt bei Aufbau des Gremiums helfen.

Der Zeitplan für die Jupa-Wahl

Nach der Bestätigung des Satzung durch den Stadtrat soll alles ganz schnell gehen. Noch in dieser Woche sollen alle Wahlberechtigten schriftlich über das Prozedere informiert werden. Die eigentliche Wahl erfolg dann online. "Wir hoffen, damit eine höhere Beteilingung bei den jungen Leuten zu erzielen", sagt Schulze. Der zehntägige Wahlzeitraum soll am 1. September dieses Jahres beginnen. Wahlvorschläge sollen bis vier Wochen vor dem ersten Wahltag bei der Wahlleitung eingereicht werden. Am 1. Oktober 2017 beginnt dann die Wahlperiode mit der Ladung zur ersten Sitzung durch Bürgermeisterin Stephanie Harms, in der der Jugendbürgermeister, ein Schatzmeister und ein Schriftführer gewählt werden.

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