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Eine musikalische Hommage an Wolf Biermann

Benthe Eine musikalische Hommage an Wolf Biermann

Martin Funke ehrt den Liedermacher Wolf Biermann mit einem ganz besonderen Abend. Der Pastor erhält für seine Konzertreise durch das Leben und das Wirken des inzwischen 80-Jährigen in Benthe viel Applaus.

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Pastor Martin Funke spielt Lieder von Wolf Biermann.

Quelle: Heidi Rabenhorst

Benthe. „Wolf Biermann hat mich fasziniert, seit ich siebzehn war. Ich habe eine Schallplatte geschenkt bekommen und war hin und weg“, beginnt Martin Funke seinen Liedermacherabend zu Ehren von Wolf Biermann. Sein ausdrucksvoller und kämpferischer, provokanter Gesang zur Gitarre habe ihn begeistert. „Ich war beeindruckt von dem Mut, mit dem er seine Wahrheit hinaussang - trotz Widertands. Seine Texte können auch heute noch zum Nachdenken anregen“, sagt Funke, nachdem er die rund 25 Gäste mit dem Lied „Das kann doch nicht alles gewesen sein“ begrüßt hat.

Funke wechselt immer wieder zwischen dem jeweiligen Lebensabschnitt des Liedermachers und dem dazugehörenden Musiktitel. Und von der ersten Sekunde nimmt das Publikum dem Pastor die Begeisterung für Biermann ab. Den Abend bezeichnet der Benther auch als musikalisches Zeugnis der deutsch-deutschen Geschichte und der DDR im Besonderen. „Seine Eltern waren Kommunisten, und zu so einem wurde er auch erzogen. Für den Kommunismus brannte sein Herz“, erklärt Funke über den Liedermacher, der am 15. November 80 Jahre alt geworden ist. 

Nach der Gründung der DDR siedelte Biermann als 16-Jähriger dorthin über - und schrieb mit „So soll es sein – so wird es sein“ das passende Lied. Wegen seiner regimekritischen Texte wurde er allerdings zunehmend zur unerwünschten Person. „Er wollte sich nicht wegducken oder den Kopf einziehen. Nein, er kämpfe weiter“, sagt Funke, der mit dem 1963 geschrieben Lied „Warte nicht auf bessere Zeiten“ im Programm fortfuhr und zum Schluss viel Applaus erhielt.

Von Heidi Rabenhorst

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