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Mehr Unfälle, weniger Schwerpunkte

Ronnenberg Mehr Unfälle, weniger Schwerpunkte

Die Anzahl der Verkehrsunfälle im Bereich des Polizeikommissariats Ronnenberg (PK) hat 2016 um 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Das ein Ergebnis der Unfallstatistik, die das PK am Freitag vorgestellt hat.

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Axel Feldmann trägt die Ergebnisse der Unfallstatistik für 2016 vor.

Quelle: Uwe Kranz

Ronnenberg. In seinem Vortrag der aktuellen Zahlen nannte Axel Feldmann diesen Anstieg „deutlich“. Es ist der höchste Stand seit 2002. Einen Grund für die Zunahme der Fälle von 1370 in Jahr 2015 auf 1502 im vergangenen Jahr konnte der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes nicht nennen. Infrage kommt aber unter anderem die zunehmende Unaufmerksamkeit der Fahrer während der Fahrt. Mehr verbaute Technik in den Fahrzeugen und Handynutzung seien die Ursache dafür, so Feldmann.

Die Hauptursachen für Verkehrsunfälle sind aber weiterhin missachtete Vorfahrt (46 Prozent), nicht angepasste Geschwindigkeit (25) und Fehler beim Abbiegen (20). Allerdings, so die positive Botschaft, sei der Anteil der Verkehrsunfälle mit Personenschäden leicht gesunken. Die absolute Zahl ist dagegen von 219 auf 221 ebenfalls leicht angestiegen.

Deutlich zurückgegangen ist die Anzahl der Unfallhäufungspunkte in den vier betreffenden Kommunen Ronnenberg, Gehrden, Hemmingen und Pattensen von sieben auf drei innerhalb von zwei Jahren. So gehören die Kreuzungen Berliner Straße/Ronnenberger Straße in Empelde und am Ihmer Tor in Ronnenberg 2016 nicht mehr dazu. Hier wurden die Ampelphasen optimiert, was zu einer Reduzierung der Unfallzahlen geführt hat.

Als Schwerpunkte gelten jedoch weiterhin die Kreuzungen an der B 3 in Hemmingen mit der Deveser Straße und der Weetzer Landstraße mit jeweils acht Unfällen in 2016. „Hier ist die Optimierung ausgereizt“, sagte Feldmann. Mit der Umgehungsstraße werde sich aber auch dieses Problem voraussichtlich lösen. Schwieriger sei die Lage an der L 390 zwischen Leveste und Redderse. Zu diesem Abschnitt soll demnächst noch einmal die Unfallkommission tagen. Abhilfe für die Serie von elf Unfällen mit zwei Schwerverletzten könnten eine Geschwindigkeitsreduzierung oder eine Fahrbahnverbreiterung schaffen, spekulierte Feldmann.

Insgesamt ist die Anzahl der schwerverletzten oder getöteten Personen im Bereich des PK weiter zurückgegangen. Lediglich bei zwei Unfälle kamen Menschen ums Leben.

Nur Leichtverletzte gab es bei Unfällen mit Fahrerflucht, obwohl die Anzahl der Fälle um 10,4 Prozent auf 393 weiter zugenommen hat. „Das Unrechtsbewusstsein dürfte gesunken sein“, resümierte Feldmann.

Als Ziel für die Zukunft gab er aus, die Unfallfolgen reduzieren zu wollen. Einen Ansatz dazu gebe es vornehmlich bei der Kontrolle von Geschwindigkeit und Aufmerksamkeit der Fahrzeugführer.

B 217 ist kein Schwerpunkt

Unfallhäufungspunkte oder -schwerpunkte, wie sie auch genannt werden, definieren sich über eine erhöhte Anzahl von Unfällen in einem bestimmten Zeitraum. „Wir müssen aber auch die Unfallursachen betrachten“, betont Christian Badenhop, Leiter des Polizeikommissariats (PK)Ronnenberg. Bei sieben tödlichen Unfällen an einer Stelle müsse man reagieren, beschreibt Axel Feldmann ein Beispiel. Wenn aber sieben verschiedene Ursachen vorlägen, „wo soll man da ansetzen“? Auch die in der Vergangenheit als Todesstrecke titulierte B 217 zwischen Wettbergen und Springe weise keine auffälligen Merkmale auf und gelte deshalb nicht als Unfallhäufungslinie. „Wir haben uns im vergangenen Jahr diese Strecke genau angesehen“, erzählt Feldmann. Es habe einzelne schwere Unfälle gegeben, das reiche aber für eine entsprechende Kategoriesierung nicht aus.

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