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Eltern haben jetzt einen Plan

Ronnenberg Eltern haben jetzt einen Plan

Wo ist der nächste Spielplatz? Und welche Vereine gibt es im Stadtgebiet? Ein mehrsprachiger sogenannter Elternstadtplan gibt eine Übersicht über Institutionen und Einrichtungen vor Ort.

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Bürgermeisterin Stephanie Harms (von links), Rabina Islamova, Sozialpädagogin Edith Pulz-Künzel, Narjis Hussein, Integrationslotsin Fadime Erarslan, Erisa Barjamaj und Abravi Kortendieck stellen den neuen Elternstadtplan vor.

Quelle: Lisa Malecha

Empelde. Rund acht Monate haben sich Frauen mit Migrationshintergrund vom Heimatmuseum bis zum Sportverein zahlreiche Angebote im Stadtgebiet angeschaut. In einem Stadtplan haben sie jetzt alle wichtigen Anlaufstellen für frisch gebackene Eltern und Neubürger mit Kindern zusammengestellt. Seit gestern liegt der neue Elternstadtplan nun im Familienservicebüro aus und ist auch fester Bestandteil des Willkommenspakets für Neubürger.

„Eltern finden darin alles, was vor Ort für ihre Kinder und sie selbst angeboten wird“, sagt Projektleiterin und Integrationslotsin Fadime Erarslan, die davon überzeugt ist, dass der Plan nicht nur Flüchtlingen und Zugezogenen, sondern auch alteingesessenen Ronnenbergern helfen kann. „Ich bin in Empelde aufgewachsen, kenne aber auch nicht jeden Spielplatz“, sagt sie. So ginge es mit Sicherheit vielen anderen Menschen auch - vor allem frisch gebackenen Eltern, die sich vorher nie damit auseinander gesetzt haben, wo beispielsweise Eltern-Kind-Turnen angeboten wird.

Die Teilnehmer des Projekts haben während der Erarbeitung bereits zahlreiche neue Einrichtungen in der Stadt besichtigt, was ihnen dabei helfen sollte, Hemmschwellen abzubauen und ihr neues Zuhause besser kennen zu lernen. Zu den Projektteilnehmerinnen gehört auch Rabia Islamova aus Tschetschenien. „Als ich her kam, kannte ich mich nicht aus und konnte die Sprache nicht“, erinnert sie sich. „Dank dem Projekt weiß ich, wo ich was finde“, sagt sie.

Die wichtigsten Punkte des Plans wurden zudem in sechs Sprachen - russisch, arabisch, persisch, türkisch, englisch und französisch - übersetzt, damit auch Menschen, die kaum deutsch sprechen, ihn verstehen. Er führt neben Betreuungsangeboten, Spielplätzen und Ärzten auch Beratungsstellen, Einrichtungen für Asylbewerber und Vereine in allen Stadtteilen auf.

Das Projekt der Stadt wurde mit 3950 Euro aus dem Integrationsfonds der Region Hannover finanziert. „In der Region sind wir eine der ersten Städte, die den Eltern so einen Plan anbieten“, sagt Bürgermeisterin Stephanie Harms.

Von Lisa Malecha

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