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Müttertreff wird zur Erfolgsgeschichte

Ronnenberg Müttertreff wird zur Erfolgsgeschichte

Was als dreimonatiges Migrationsprojekt unter dem Titel „Müttertreff International“ begann, feiert jetzt als festes städtisches Angebot sein fünfjähriges Bestehen: Die teilnehmenden Frauen haben das gemeinsam mit Bürgermeisterin Stephanie Harms bei einem internationalen Frühstück gefeiert.

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Blumen zum Jubiläum: Birgit Sommerfeld (von links), Beate Janisch, Fadime Erarslan und Bürgermeisterin Stephanie Harms.

Quelle: Picasa

Ronnenberg. Die Stadt Ronnenberg hatte im Jahr 2011 aus Landesmitteln einen Zuschuss in Höhe von 2800 Euro für einen internationalen Müttertreff beantragt. Bei einem wöchentlichen Treffen im Gemeinschaftshaus sollten sich Frauen mit Migrationshintergrund über Themen wie Erziehung Bildung, Gesundheit und Ernährung austauschen können, soziale Kontakte knüpfen, gemeinsame Unternehmungen durchführen und Deutsch lernen.

„Das Projekt verlief so erfolgreich, dass sich die Stadt Ronnenberg nach den drei Monaten für einen Fortbestand des Angebots entschieden hat“, sagte Harms. Für das Angebot stellt die Stadt jährlich etwa 8000 Euro zur Verfügung. Aus einem Kurs sind mittlerweile drei Kurse geworden. „Die Bedürfnisse der Frauen haben sich geändert. Das Erlernen der deutschen Sprache und Kultur stehen im Vordergrund“, erklärte die Bürgermeisterin.

Viele der Kursteilnehmerinnen leben seit Jahren in Deutschland, hätten jedoch aus unterschiedlichen Gründen, keinen oder nur geringen Zugang zur deutschen Sprache. „Gute Deutschkenntnisse sind aber der Schlüssel der Integration. Sie sind eine notwendige Bedingung für die Eingliederung ins Alltagsleben, in Schule, Ausbildung und Beruf“, betonte Harms.

Die Kurse werden von Beginn an von Fadime Erarslan geleitet. Für die gebürtige Türkin,  die seit ihrem dritten Lebensjahr in Deutschland lebt, ist es besonders wichtig, dass die Frauen aus den Kursen neben der Sprache auch Wissen über die deutschen Werte, Sitten und Gebräuche mitnehmen. „Eine Sprache kann man nur dann richtig verstehen und lernen, wenn man auch die Geschichte und Traditionen des jeweiligen Landes kennt“, betonte Erarslan.

In den Kursen im Ronnenberger Gemeinschaftshaus und im Frauenzentrum in Empelde betreut sie seit fünf Jahren rund 50 Frauen, die aus der Türkei, Afrika, den arabischen Ländern und aus Osteuropa kommen. In Empelde hat sich mittlerweile ein weiteres Angebot entwickelt. „Parallel zum Deutschkurs findet ein Alphabetisierungskurs statt, der ehrenamtlich von einer pensionierten Lehrerin geleitet wird“, erklärte Birgit Sommerfeld vom Team Bildung und Soziale Dienste der Stadt.

Von Anfang an dabei ist nicht nur Kursleiterin Erarslan. Auch Sariye Kaya, die seit acht Jahren in Deutschland lebt, drückt einmal wöchentlich die Schulbank. „Ich möchte einfach besser Deutsch sprechen können“, erzählt die 43-jährige Türkin. Auch Bahar Bolat ist es ein großes Anliegen, die Sprache richtig gut zu beherrschen. „Gerade im Alltag - wie zum Beispiel bei Elternabenden - ist es wichtig, sich einzubringen. Und das kann man nur, wenn man alles versteht“, berichtet die 40 Jahre alte Türkin, die seit 20 Jahren in Deutschland lebt.

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Von Heidi Rabenhorst

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