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Im Schnelldurchlauf fit für Europa: Rund 350 Jugendliche der Marie-Curie-Schule haben sich am Montag als Vorbereitung auf die Juniorwahl bei einer Podiumsdiskussion über die politischen Standpunkte der etablierten Parteien informiert. Sechs Tage vor der Europawahl wurde deutlich: Junge und künftige Wähler setzen auch auf Sympathiewerte.

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In der ersten Reihe: Victoria-Sophie Hoppe (18) signalisiert mit einem Zettel das Ende der handgestoppten Redezeit für den FDP-Vertreter.

Quelle: Ingo Rodriguez

Ronnenberg. Von einem Kandidaten-Check konnte nicht die Rede sein. Keine der Parteien hatte einen ihrer Spitzenkandidaten geschickt - stattdessen Vertreter mit einem hinteren oder sogar ohne Platz auf den Listen für die Europawahl.

Trotzdem erwies sich die Gruppe als illustre Runde: Die SPD präsentierte mit der 22-jährigen Jurastudentin Johanna Klingbeil ebenso ein frisches Gesicht wie die CDU mit dem 26-jährigen Tilman Kuban, Ratsherr in Barsinghausen. Die FDP hatte mit Konstantin Kuhle sogar den Bundesvorsitzenden der Jungen Liberalen entsandt. Mit dem Laatzener Bürgermeisterkandidaten Peter Siemens (Die Linke) und Regine Kramarek (Die Grünen) saßen aber auch erfahrene Politiker auf dem Podium.

Ihren Zweck erfüllte die Fragerunde allemal: Die Schüler aus dem neunten bis zwölften Jahrgang erhielten einen kompakten Überblick zu den Standpunkten der Parteien in zentralen europäischen Angelegenheiten. Nach einer Vorstellungsrunde wurden den Politikern nacheinander Redezeiten eingeräumt, um zu fünf verschiedenen Themen Stellung zu beziehen: Erweiterung der Europäischen Union (EU), Beitritt der Türkei, Asylpolitik, Freihandelsabkommen und Rettungsschirme. Offenbar sperrige Themen: Immer wieder signalisierten die Schüler aus dem Politikkursus per Schild: Die handgestoppte Redezeit ist überschritten. Die Moderatoren Fabian Busch und Meret Marlow unterbrachen aber selten einen Beitrag.

Besonders lauten Applaus sicherte sich immer wieder Kuban von der krisengeschüttelten FDP. Er sammelte mit seiner forschen, aber auch kompetenten Art viele Sympathiepunkte. Nach eineinhalb Stunden waren sich die Politiker in einem Punkt einig: „Wir brauchen eine hohe Wahlbeteiligung“, so die einhellige Botschaft. Seinen Favoriten für die bundesweiten Schulwahlen gab zwar weder einer der 18-jährigen Erstwähler, noch ein jüngerer Schüler preis. Die Ergebnisse werden aber am Sonntag, 25. Mai, um 18 Uhr im Internet auf juniorwahl.de veröffentlicht.

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