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Nabu schafft ein Paradies für Bienen

Ihme-Roloven Nabu schafft ein Paradies für Bienen

Es surrt und summt in der Landschaft. Der Naturschutzbund hat rund um Ihme-Roloven ein Paradies für Bienen und andere Insekten geschaffen - und ist damit seinem Ziel, die Artenvielfalt zu verbessern, ein großes Stück näher gekommen.

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Rainer Tubbe (von links), Willi Elies und Knuth Langmaack freuen sich über die Kornblumenwiese.

Quelle: Kerstin Siegmund

Ihme-Roloven. Blau, soweit das Auge reicht: Damit ist nicht der Himmel gemeint, sondern die rund 7000 Quadratmeter große Wiese am Ortsrand Richtung Vörie. Tausende leuchtend blaue Kornblumen blühen dort. Ein ungewohnter Anblick, denn die Blume ist in einer intensiv landwirtschaftlich genutzten Landschaft nur sehr selten anzutreffen. Auf der Nabu-Fläche wurde sie als Nährpflanze für Bienen und andere Insekten ausgesät und gedeiht prächtig, auch zur Freude von Hobbyimker Knuth Langmaack. „Sie liefert viel Nektar und blüht lange“, sagt Langmaack, der 15 Bienenvölker in der Nähe der Kornblumen aufgestellt hat.

Der Nabu Ronnenberg hat die Fläche von Knuth Langmaack gepachtet, um die Artenvielfalt zu verbessern. „Wir sind überrascht, wie gut sich die Fläche entwickelt“, sagt der Nabu-Vorsitzende Rainer Tubbe. 25 Kilogramm Kornblumensamen hat er ausgesät. Für ihn die richtige Entscheidung, denn es reiche nicht, Wegeränder ökologisch aufzuwerten. Tubbe verweist auf das Greening, ein EU-Programm, das unter anderem zum Erhalt von Wiesen und Weiden und anderen ökologischen Vorrangflächen beitragen soll. „Davon sind aber nur 1,5 Prozent aller Ackerrandstreifen betroffen“, meint Tubbe, selbst Landwirt von Beruf.

Das Kornblumenfeld ist eine von mehreren Flächen, mit denen der Nabu seinem Ziel, die Artenvielfalt zu verbessen, ein großes Stück näher gekommen ist. „Nach 25 Jahren haben wir die Flächen beisammen, die wie immer haben wollten“, sagt Tubbe. Am anderen Ende des Dorfes, an der Ranesstraße, konnten die Naturschützer eine rund 6000 Quadratmeter große Fläche pachten und mit Rotklee, Färberkamille, wilden Möhren, insgesamt 40 Arten, bestellen. Hier tummeln sich ebenfalls Schmetterlinge und andere Insekten in großer Zahl.

Die dritte, 10 000 Quadratmeter große Fläche liegt zwischen Linderte und Hiddestorf. Dort wachsen Weizen, Luzerne und Sonnenblumen. Nicht nur Bienen finden hier Nahrung, sondern auch Hasen und Hamster. Die Region Hannover unterstützte den Naturschutzbund Ronnenberg finanziell beim Ankauf des Ackers. Nabu-Ehrenmitglied Willi Elies freut sich über das bunte Leben auf den Flächen des Naturschutzbundes. „Das ist noch zu wenig“, mahnt der 92-Jährige. Die Flächen müssten noch mehr vernetzt werden.

In Sichtweite der Naturschutzbundfläche bei Linderte befindet sich ein weiteres Paradies für Hamster. Landwirt Christoph Burchard hatte im vergangenen Jahr ein Stück Acker für die Feldnager zur Verfügung gestellt. Anlass ist der Neubau der Bundesstraße 3 bei Hemmingen. Weil die neue Trasse den Lebensraum der Hamster beeinträchtigt, sollen die Tiere nach und nach umgesiedelt werden.

Diese Umsiedlung schreibt der europäische Artenschutz vor, denn die nachtaktiven Tiere gehören zu den streng geschützten Arten in Europa. Sie sind vom Aussterben bedroht, da sich ihre Lebensbedingungen in einer intensiv bewirtschaftenen Landschaft verschlechtert und ihre natürlichen Feinde wie etwa Füchse und Greifvögel zugenommen haben. In Absprache mit einem von der Naturschutzbehörde der Region Hannover beauftragten Planungsbüro hat Burchard seinen Acker für die Umsiedlung der Feldhamster vorbereitet. Im Erdreich werden sogar die Höhlen vorgebaut, um den Tieren das Einleben auf der neuen Fläche so leicht wie möglich zu machen.

Die Hemminger Hamster erwartet in der Gemarkung Linderte ein gutes Leben. Das liegt am lockeren Lößboden. „Auf diesem Acker waren schon immer Hamster“, sagt Burchard

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Fotostrecke Ronnenberg: Nabu schafft ein Paradies für Bienen

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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