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Nabu schützt Gleisanlage vor alten Pappeln

Weetzen/Vörie Nabu schützt Gleisanlage vor alten Pappeln

Gefahr gebannt: Der Naturschutzbund (Nabu) Ronnenberg hat in einem kleinen Pappelwald zwischen Weetzen und Vörie Dutzende altersschwache Pappeln fällen lassen, um die angrenzende Gleisanlage der S-Bahn vor umstürzenden Bäumen zu schützen. Das umgestaltete Areal soll nun die Artenvielfalt fördern.

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Die Nabu-Helfer pflanzen beim Abschluss der Umgestaltungsaktion junge Eichen und schaffen Ordnung auf dem Gelände entlang der Bahnstrecke.

Quelle: Ingo Rodriguez

Weetzen/Vörie. Es war buchstäblich ein Kahlschlag aus Sicherheitsgründen: "Viele der rund 35 Meter hohen Pappeln hatten ein Alter von etwa 55 Jahren erreicht und waren deshalb spätestens jetzt eine Gefahr für die nahe gelegene Bahnstrecke", sagt der Vorsitzende der Nabu-Gruppe Ronnenberg, Rainer Tubbe, beim Abschluss der Umgestaltungsaktion.

Der Nabu hatte das rund 8000 Quadratmeter große Gelände in der Gemarkung Weetzen vor etwa vier Jahren extra für einen vierstelligen Betrag aus der Vereinskasse gekauft, um dort rechtzeitig die Verkehrssicherungspflicht zu übernehmen - in Absprache mit dem Gewässer- und Landschaftspflegeverband Mittlere Leine sowie dem zuständigen Förster. "Für uns war das als Nabu eine Herausforderung, der wir uns stellen wollten", sagt Tubbe.

In den vergangenen Jahren waren die Bemühungen für die notwendigen Sicherungsmaßnahmen - auch bei den Vorbesitzern des Areals - regelmäßig an den feuchten Witterungsbedingungen gescheitert. "Nun war es im vergangenen Herbst aber endlich einmal trocken genug, um auf dem ansonsten völlig durchweichten Waldboden die altersschwachen Pappeln zu fällen und die Stämme für den Abtransport an den nahe gelegenen Feldwegen zu lagern", sagte Tubbe.

Der Nabu hatte den erforderlichen Holzeinschlag an eine Firma aus der Wedemark vergeben. Nur zwölf Pappeln blieben verschont. "Diese Bäume sind noch standsicher und ungefährlich, deshalb können sie stehen bleiben, bis sie ebenfalls ein Alter von 50 bis 60 Jahren erreicht haben", so Tubbe.

Der für Ronnenberg zuständige Naturschutzbeauftragte der Region Hannover betont, dass die Nabu-Gruppe für die freiwillig hergestellte Verkehrssicherheit sogar ein kleines Minus in der Kasse in Kauf genommen hat. "Auch die übrigen Stämme am Feldwegen werden zwar an Sägewerke für die Herstellung von Holzpaletten verkauft, aber einen Überschuss können wir damit nicht erwirtschaften", sagt Tubbe.

Seit Anfang des Jahres haben Mitglieder der Nabu-Gruppe nun das abgeholzte Areal Stück für Stück aufgeräumt. "Wir haben unter anderem Totholz aufgetürmt, um Kleintieren Unterschlupfmöglichkeiten zu bieten", sagt Tubbe. Außerdem haben die Naturschützer einen kleinen Teich angelegt, um die Ansiedlung von Laubfröschen und Amphibien zu unterstützen. "Abschließend haben wir jetzt junge Eichen am Bahndamm gepflanzt, weil diese Bäume nicht annähernd so hoch wachsen wie die abgeholzten Pappeln", sagt der Nabu-Vorsitzende. Die Bahnstrecke sei wieder sicher, der umgestaltete Wald fördere nun die Artenvielfalt - so lautet das Fazit des Nabu nach dem Abschluss der Aktion.

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Fotostrecke Ronnenberg: Nabu schützt Gleisanlage vor alten Pappeln

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