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Nach 60 Jahren fliegen noch immer die Bälle

Empelde Nach 60 Jahren fliegen noch immer die Bälle

Der Tennisclub Hansa 55 Empelde wurde als Werkssportgruppe gegründet – und feiert mit Gratulanten und Mitgliedern seinen 60. Geburtstag.

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Sportwart Helmut Stachowiak (von links), der 2. Vorsitzende Jürgen Grube, Clubchef Hans-Jürgen Schröder, Bürgermeisterin Stephanie Harms, Festwart Hans Scheffen und der Ehrenvorsitzende Klaus Springer stoßen auf den 60. Geburtstag an.

Quelle: Lippelt

Ronnenberg. Am Anfang stand das Kaliwerk Hansa. Als Werkssportgruppe der damaligen Salzdethfurth AG wurde der Tennisclub Hansa 55 Empelde im Jahr 1955 gegründet. Vom Steiger an aufwärts schwang damals fast jeder den Schläger, obwohl der „weiße Sport“ noch lange nicht so verbreitet war. Und weil an der Hansastraße bis heute noch immer die Bälle über das Netz fliegen, feierte der Club am Sonnabend mit Mitgliedern und Freunden sein 60-jähriges Bestehen mit Festzelt und italienischem Büfett.

Zuvor hatte der TC-Vorsitzende Hans-Jürgen Schröder zu einem kurzen geschichtlichen Rückblick eingeladen. Treibende Kraft und Vorsitzender war zur Gründungszeit Günther Lang. Unter seiner Führung und mit großzügiger Unterstützung der Werksleitung entstanden 1960 neben den beiden Tennisplätzen eine Tenniswand sowie ein Clubhaus. Zu diesem Zeitpunkt war die als Werksverein gestartete Tennisgemeinschaft schon durchlässig für Nicht-Werksangehörige, welche zum Teil noch immer Mitglieder sind. So wie Rita Brehm, die eigentlich im direkt angrenzenden Freibad ihre Bahnen zog und über den Zaun gefragt wurde, ob sie nicht lieber Tennis spielen wollte. „Ich habe hier dann immer 50 Pfennig in die Spardose gesteckt, wenn ich einen Tag gespielt habe“, erinnert sie sich lachend.

Das nach Mitgliedsjahren älteste Mitglied, Hans Müller, ist schon seit 1956 dabei. „Sein Vater war Steiger - und froh, dass er Tennis spielen wollte. Denn vom Fußball bekam er Pickel, und für Faustball hatte er zu dünne Arme“, erinnert sich Clubchef Schröder, der auch seinen Vorgänger und Ehrenvorsitzenden Klaus Springer als Seele des Vereins lobte. Dieser hatte nach der Schließung des Kaliwerkes 1979 dafür gesorgt, dass die Anlage erworben und die Werksportgruppe in einen eingetragenen Verein überführt wurde. Aufgrund seiner nur zwei Plätze spielen die 67 Mitglieder ausschließlich Freundschaftsspiele - und halten die Geselligkeit hoch. „Dienstags ist Frauentreffen und mittwochs ist Männertreffen - mit gemeinsamem Kochen und Essen. Zuletzt gab es Matjes“, verrät Festwart Hans Scheffen.

„Es freut mich, dass so ein Traditionsverein Jubiläum feiert. Ich hoffe auf zukünftig viele neue Mitglieder“, sagte Ronnenbergs Bürgermeisterin Stephanie Harms, die zu den Gratulanten zählte.

Von Torsten Lippelt

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