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Name der Stadt wird für Betrug missbraucht

Ronnenberg Name der Stadt wird für Betrug missbraucht

Die Stadt warnt Gerwerbetreibende vor einer falschen Datenabfrage. Mithilfe eines Schreibens mit amtlichem Charakter sollen Betriebe dazu verleitet werden, sich für ein zentrales Gewerberegister anzumelden. Hinter dem Angebot für 348 Euro pro Jahr wird ein groß angelegter Betrug vermutet.

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Im Ronnenberger Rathaus ist man über den Betrugsversuch mit dem Namen der Stadt äußerst ungehalten.

Quelle: Florian Wallenwein

Ronnenberg. Eine Ronnenberger Unternehmerin ist diesem Betrug nur knapp entgangen. Sie vermutete zunächst, die Stadt als Initiatorin des Gewerberegisters mit dem Namen Ronnenberg.Regista.online. Während sie das ihr zugesandte Formular ausfüllte, kamen ihr allerdings Zweifel. Eine Nachfrage bei der Stadt brachte Gewissheit. "Wir planen derzeit nicht, ein solches Gewerberegister einzuführen", sagt Torsten Jung, Wirtschaftsförderer der Stadt, der das Angebot für betrügerisch hält. Im Internet kursieren derzeit diverse Warnungen aus Kommunen in der gesamten Bundesrepublik vor gleichartigen Betrugsversuchen. Auch für Polizei und Verbraucherschutz ist diese Masche nicht neu.

"Wenn Sie den Fragebogen ausfüllen, sind Sie gleich 348 Euro los", beschreibt Jung den Trick. Eine entsprechende Gegenleistung sei aber nicht zu erwarten. Und oftmals sei es später auch noch schwierig aus solchen Verträgen wieder herauszukommen, warnt er. Autentische Aktionen der Stadt seien daran zu erkennen, das sie den Gewerbetreibenden zuvor seitens des Wirtschaftsförderers mit einem Newsletter und einer Pressemitteilung angekündigt würden. "Wir geben im Vorfeld bekannt, mit welchen Unternehmen wir zusammenarbeiten", sagt Jung. 

Leidtragende sind aber nicht nur die möglicherweise betrogenen Kunden. Auch das Regista-Portal der Firma Remondis gerät durch den namensähnlichen Betrüger in Misskredit. "Zurzeit werden massenweise Briefe/Faxe an Unternehmen verschickt, in denen dazu aufgefordert wird, seine Daten an "Stadt".Regista.online zu übermitteln", heißt es auf der Homepage des Portals. "Hiermit wollen wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich hierbei wahrscheinlich um einen Betrugsversuch handelt." Ähnlich betroffen reagiert auch Jung. "Das fällt auch auf die Stadt zurück", befürchtet er, weil der Name Ronnenberg ebenfalls betrügerisch genutzt werde.

Die Unternehmerin aus Ronnenberg hatte Glück. Sie hat das Formular nicht ausgefüllt zurückgesendet. Insgesamt scheint die Masche aber erfolgreich zu sein. Immer neue Fälle zeugen davon. "Was ich nicht verstehe", sagt Jung, "ist, dass sie weitermachen können, obwohl die Behörden davon wissen."

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