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Naturschutzbund ehrt Willi Elies für Lebenswerk

Vörie Naturschutzbund ehrt Willi Elies für Lebenswerk

Besondere Würdigung: Der Naturschutzbund (Nabu) Ronnenberg und die Region Hannover haben den 91-jährigen Willi Elies für sein Lebenswerk als ehrenamtlicher Umweltschützer ausgezeichnet. Die von Elies vor etwa 20 Jahren erbaute Aussichtshütte an den Stapelteichen trägt jetzt auch offiziell seinen Namen.

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Nach dem Erbauer zu Lebzeiten benannt: Rainer Tubbe (links) und Manfred Vollmer enthüllen im Beisein des 91-jährigen Willi Elies das neue Namensschild an der Hütte vor den Stapelteichen.

Quelle: Ingo Rodriguez

Vörie/Weetzen. Die Liste seiner ehrenamtlichen Verdienste ist lang: Mitbegründer des Nabu Ronnenberg vor 25 Jahren, bis 2002 Vorsitzender der Ortsgruppe, gleichzeitig Naturschutzbeauftrager des früheren Landkreises für Ronnenberg, seit 2002 Nabu-Ehrenvorsitzender – sogar das Bundesverdienstkreuz wurde dem Mann aus Ihme-Roloven schon in Anerkennung seiner Leistungen für den Naturschutz verliehen.

Trotzdem: Bei der Enthüllung des neuen Holzschildes an der Aussichtshütte vor den Stapelteichen bei Vörie war Elies die Rührung über die sehr persönliche Auszeichnung für sein Lebenswerk deutlich anzumerken. Vor gut 20 Jahren hatte er den hölzernen Unterstand als Vorsitzender der neuen Nabu-Gruppe konzipiert und errichtet. Nun trägt die Hütte zur Beobachtung der Vogelwelt auch offiziell den Namen des Erbauers. „Es ist schön, dass anerkannt wird, was man ein Leben lang gemacht hat“, sagte Elies.

Es war sein Nachfolger Rainer Tubbe, der Elies Verdienste für den Naturschutz vor rund 15 Nabu-Mitgliedern noch einmal hervor hob – und zwar genau dort, wo sich Elies so wohl fühlt: Im Beobachtungsposten mitten im Nabu-Feuchtbiotop rund um die Stapelteiche. „Bislang hieß die Hütte nur Stapelteich Eins“, sagte Tubbe augenzwinkernd.

Mit der Umbenennung befindet sich Elies in ehrwürdiger Gesellschaft. Nur etwa 100 Meter weiter steht eine zweite Aussichtshütte. Sie wurde später als „Stapelteiche Eins“ gebaut und ist nach Gert Wiedemann benannt. Der Gehrdener – 2011 im Alter von 84 Jahren gestorben – gilt als Pionier des Naturschutzbundes im Calenberger Land. Im Oktober 1978 gründete der Sohn eines Heideförsters mit 25 Gleichgesinnten die Ortsgruppe Deister-Leine im Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV) – ein Vorläufer des Nabu Ronnenberg.

Tubbe würdigte Elies in seiner Ansprache als Ideengeber, aufmerksamen Beobachter und Antreiber für Naturschutzaktionen. „Bis heute ist er noch aktiv beim Nistkastenbau dabei und großer Motivator“, sagte Tubbe. Er hatte 2002 den Nabu-Vorsitz und den Posten des Naturschutzbeauftragten von ihm übernommen. Die von Elies 1990 gegründete Ortsgruppe zählt heute etwa 300 Mitglieder.

Was Elies bis heute besonders auszeichnet, konnten gleich mehrere seiner Nabu-Mitstreiter bestätigen. Er habe stets Verbesserungsvorschläge, waren sie sich einig. „Ihm fällt immer etwas auf“, sagte Tubbe. Warum der gelernte Holzkarosseriebauer Elies sein Leben überhaupt dem Naturschutz gewidmet habe? Das wollte der Geehrte selbst beantworten: „Ich bin auf dem Land geboren“, antwortete er vielsagend.

In seinem Schlusswort bestätigte der 91-Jährige seine Eigenschaften als feinsinniger Beobachter und Kritiker: „Es finden sich immer weniger Leute für ehrenamtliche Arbeiten“, sagte Elies. Er hoffe, dass sich auch künftig junge Leute als Nachwuchskräfte für den Nabu gewinnen lassen.

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