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Ein trockenes Brötchen als Kunstobjekt

Benthe Ein trockenes Brötchen als Kunstobjekt

Skulpturen aus Holzresten, Collagen aus alten Plastiklöffeln, ein Brötchen als Kunstobjekt: Bärbel Erbstößer und Diep Mai haben lange gesammelt, um die Exponate ihrer Gemeinschaftsausstellung gestalten zu können. Im Kunstraum Benther Berg zeigen sie, dass Recycling auch eine Kunstform sein kann.

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Verpackungsreste und Müll als Kunstform: Bärbel Erbstößer (links) und Diep Mai hängen im Kunstraum Benther Berg eine Collage ihrer neue Ausstellung auf.

Quelle: Ingo Rodriguez

Benthe. "Es geht um die Wiederverwertbarkeit von Überbleibseln und Resten", sagt Künstlerin Erbstößer aus Benthe. Sie hat sich mit ihrer Kollegin Diep Mai aus Hannover zusammengetan, um mit einer Doppelausstellung auch Kritik zu üben. "Die Werke sind ein Appell an die Wegwerfgesellschaft: Es muss nicht immer alles automatisch sofort im Müll landen", sagt Erbstößer.

Dass Zweitverwertung sogar ein interessanter Kunststil sein kann, davon können sich Besucher jetzt in den Räumen des Kunstraums an der Bergstraße überzeugen. "Ich hebe es auf und dann?" - so lautet der Titel der Ausstellung, die am Sonntag, 1. Mai, um 11 Uhr eröffnet wird.

Erbstößer, die zu den Gründungsmitgliedern des Kunstraums zählt, hat ihre Kollegin mit vietnamesischen Wurzeln vor fünf Jahren bei einer Veranstaltung Bundes Bildender Künstler (BBK) in Hannover kennen gelernt. Die neue Schau in Benthe ist bereits das dritte Gemeinschaftsprojekt der beiden Profikünstler. Um überhaupt erst damit beginnen zu können, die insgesamt rund 30 neuen Collagen, Skulpturen und Objekte anzufertigen, mussten sich Erbstößer und Mai mehrere Wochen lang auf eine aufmerksame Materialsuche begeben. Zu den Bestandteilen ihrer Werke zählen Farb- und Verpackungsreste, Plastiktüten, Eierkartons, Glasscherben, Büroklammern, Steine und getrocknete Brötchen. Ein ausgemusteter Teppichklopfer ist zu einer skurrilen Figur geworden, ebenso wie ein abgebrochenes Holzpaddel. "Das hab ich aus dem Müll eines Segelklubs gefischt", sagt Erbstößer und schmunzelt.

Die Ausstellung beginnt mit einer Einführung des Pädagogen und Literaturexperten Harrie Müller-Rothgenger und endet mit einem Künstlergespräch am 5. Juni um 15 Uhr.

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