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Osterfeuer: Anwohner sind besorgt

Ronnenberg Osterfeuer: Anwohner sind besorgt

Der neue Standort des Osterfeuers am Bahnhof in Ronnenberg gefällt einigen Anwohnern überhaupt nicht. Sie sind besorgt, dass Funkenflug und Qualm in der Nähe der Gleise gefährlich sein könnten und die Natur Schaden nimmt.

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Das Osterfeuer in Ronnenberg soll zum ersten Mal am Bahnhof brennen.

Quelle: privat

Ronnenberg. Weil der städtische Festplatz an der Empelder Straße als Standort für ein Flüchtlingswohnheim benötigt wird, weichen die Veranstalter des Osterfeuers am Sonnabend auf das Bahnhofsgelände an der Benther Straße aus. Das ärgert einige Anliger. Sie haben sich bei Bürgermeisterin Stephanie Harms beschwert, denn die Stadt Ronnenberg hat das Osterfeuer genehmigen.

Die Anwohner, die ihre Namen nicht in der Zeitung lesen wollen, sind entsetzt, dass ein Osterfeuerplatz dicht an Wohnhäusern und am Bahnhof gewählt wurde. „Das ist der Gipfel! Wie kann die Deutsche Bahn als Eigentümerin des Geländes und der neue Besitzer des Bahnhofsgebäudes das Osterfeuer erlauben?“, fragen die Anwohner. Sie sind besorgt, dass Funkenflug und Qualm den angrenzenden Häusern und den Bahnreisenden gefährlich werden könnte.

Aber auch die Natur sei in Gefahr. Der Brennplatz liege mitten im Wanderweg der Kröten, die bei Temperaturen ab acht Grad in der Dunkelheit ihre Laichplätze aufsuchten. „Die werden doch alle platt getreten“, sagt eine Naturschützerin. Auch die Schafe auf einer angrenzenden Weide seien dem Funkenflug ausgesetzt.

Für die Sicherheit am Osterfeuer ist der Veranstalter verantwortlich. Fußballer der Sportgemeinschaft Ronnenberg und ein örtlicher Getränkehändler richten das Brauchtumsfeuer aus. Der Veranstalter muss eine Brandwache stellen. „Das macht die Ortsfeuerwehr“, sagt Ortsbrandmeister Andreas Keese auf Anfrage.

Die Stadt Ronnenberg hat nach Angaben des Fachbereichsleiters Wolfgang Zehler das Osterfeuer nur mit Auflagen genehmigt. Demnach muss sich der Veranstalter mit dem privaten Grundstückseigentümer über den Standort verständigen. Der Brennplatz darf lediglich drei mal drei Meter groß und muss eingezäunt sein. Der Rauch dürfe nicht zu Beeinträchtigungen führen. „Um 22 Uhr muss das Feuer gelöscht sein“, heißt es in der Genehmigung der Stadt.

In Sichtweite des Osterfeuers hinter dem alten Bahnhofsgebäude in Ronnenberg laufen Schafe auf einer Weide.

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