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Zu viel Lärm für die Anwohner

Ronnenberg Zu viel Lärm für die Anwohner

Die Anwohner der Barbarastraße in Empelde müssen große Belastungen aushalten. Hohes Verkehrsaufkommen durch Industriegebiet und Schule, dazu der Sporthallenbetrieb. Mit den neuen Schulcontainern ist die Belastungsgrenze überschritten, findet das Anwohnerehepaar Susanne und Theo Gassmann.

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Vorne Elterntaxis, dahinter der neue Schulhof: Die Belastungen für die Anwohner in der Barnbarastraße nehmen immer weiter zu. Der neue Schulhof ist mit einem Zaun zur Straße abgegrenzt worden.

Quelle: Uwe Kranz

Empelde. Einem Gedanken widerspricht Theo Gassmann sofort. Nein, chronische Nörgler seien sie nicht. "Wir sind in Empelde fest verwurzelt", sagt er. Als sie von 25 Jahren in die Barbarastraße gezogen seien, wussten seine Frau und er, dass sie gegenüber der Theodor-Heuss-Schule wohnen würden. "Der reguläre Schulbetrieb hat uns nie gestört", sagt er. Und das, obwohl die Grundschule seither kontinuierlich ausgebaut wurde.

Eines Tages kurz vor Schuljahresbeginn sei er aber von der Arbeit nach Hause gekommen, und da stand auf dem Parkplatz gegenüber plötzlich ein Containerbau, in dem seither zusätzlich Unterricht für zwei Klassen gegeben wird. Zudem wurde der Bereich zwischen Container und Schulhaus eingezäunt und zu einem provisorischen Schulhof umgewandelt. Selbst wenn dort nur wenige Kinder spielen, wirkt das Umfeld wie ein Schalltrichter in Richtung des Wohngebietes auf der anderen Straßenseite - und das alle 45 Minuten. Die Geräusche des eigentlichen Schulhofes auf der Rückseite der Schule sind hingegen kaum zu vernehmen.

Gassmanns, die sich nicht um ihren morgentlichen Schlaf gebracht fühlen, können eine Menge die Belastungsstufen der vergangenen Jahre aufzählen. Nach ihrem Einzug folgte zunächst der Ausbau der Schule direkt an der Straße, dann wurde nach und nach die Sporthallennutzung erweitert, zuletzt auch in die Ferienzeit, die bis dahin den Anliegern noch als Ruhephase diente. Die jüngste Erweiterung der Schule "ohne jede Vorwarnung" sei nun aber wirklich zu viel, meint das Ehepaar Gassmann. Der Container spitze nicht nur die Parksituation in ihrer Straße zu.

Das grundsätzliche Problem, die unterschiedliche Nutzung der beiden Straßenseiten, sei "nicht wirklich lösbar". Dessen ist sich auch Theo Gassmann bewusst. Bisher hätten sich auch alle Beteiligten bemüht, "den Konflikt nicht eskalieren zu lassen". Und auch weiterhin setzt er auf den Dialog, um eine Lärmreduzierung für die Anwohner zu erreichen. Die mögliche Einrichtung einer Bannmeile für Elterntaxis könnte eine erste Maßnahme sein. Die Containerschüler in den Pausen auf kurzem Weg durch die Sporthalle auf den großen Pausenhof zum Spielen zu führen eine weitere, meint Susanne Gassmann. Diese und weitere Vorschläge will sie aber nicht für sich behalten. Mitte November hat das Ehepaar einen Gesprächstermin mit Bürgermeisterin Stephanie Harms vereinbart.

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