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"Nisthilfen für Wildbienen lieber selber bauen"

Ronneberg "Nisthilfen für Wildbienen lieber selber bauen"

Um Wildbienen anzusiedeln, braucht es entsprechende Nistmöglichkeiten für diese Insektenarten und ein passendes Nahrungsangebot. Beides versucht der BUND am Badebornteich bereitzustellen. In einer Exkursion stellten die Naturschützer ihr Projekt der interessierten Öffentlichkeit vor.

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Jakob Klucken (rechts) erklärt das Wildbienenprojekt.

Quelle: Uwe Kranz

Ronnenberg. Den Teich auf Badenstedter Gebiet, direkt an der Grenze zu Benthe hat der BUND als Amphibienbiotop gepachtet und dort jetzt auch das Wildbienenprojekt gestartet. Rund 30 Besucher wollten sich am Sonntag über das Engagement der Naturschützer für diese Insekten informieren lassen. Als Experten führten Jakob Klucken und der Ronnenberger Gerhard Hermann die Gäste über das Gelände und informierten dabei ausführlich über die kleinen Brummer.

Neben dem erweiterten Nahrungsangebot durch neu angepflanzte Obstbäume und andere Blüher liegt der Schwerpunkt des Wildbienenprojektes auf den Nistmöglichkeiten. So haben die Naturschützer im vergangenen Herbst drei mehrere Quadratmeter große Flächen ausgehoben und mit unterschiedlichen Erde-Sand-Mischungen aufgefüllt. Dort, so hoffen die BUND-Helfer, sollen sich Bienen wie die Weidensandbiene ansiedeln. Klucken zeigte den Besuchern, dass die ersten Nistlöcher bereits erkennbar sind. Anders als der Humus im Garten dürfe der Boden in diesem Bereich nicht zu viel Wasser speichern, erklärte Klucken.

Hermann, der auch im eigenen Garten versucht, weitere Wildbienen anzusiedeln, erklärte, welche Pflanzenstiele, Mauersteine und andere Utensilien sich als Nisthilfen für Wildbienen besonders gut eignen. Kommerziell in Supermärkten und Baumärkten verkaufte "Insektenhotels" hätten dagegen oft viele Schwächen, sagte Klucken. "In Tannenzapfen kann kein Insekt nisten", sagte er als Beispiel für unzureichende Werkstoffe bei diesen Angeboten. Die Experten raten stattdessen lieber zum Eigenbau. Eine Broschüre mit Anleitungen zum Bau von Nisthilfen ist beim BUND erhältlich.

Im Übrigen brauche sich im Grunde niemand vor dem Stich einer Wildbiene zu fürchten, so Klucken. Die meisten dieser Insekten, die wegen ihrer oftmals geringen Größe auch mit Fliegen verwechselt werden könnten, haben so kleine Stachel, dass sie die menschliche Haut nicht durchdringen könnten. Größere Arten wie die Hummel warnten zunächst durch auffälliges Anfliegen, wenn sie in ihrem Lebensraum gestört fühlten. Wer sich dann zurückzieht, habe nichts zu befürchten.

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