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Ungetrübte Stimmung im Feuerschein

Ronnenberg Ungetrübte Stimmung im Feuerschein

Der Bau der Flüchtlingsunterkünfte auf den Festplätzen in Ronnenberg und Empelde und der notgedrungenen Umzug der Osterfeuer an kleinere Ausweichstandorte haben die Stimmung der Besucher nicht getrübt: Hunderte Menschen verbrachten ausgelassen und gut gelaunt harmonische Stunden im Feuerschein.

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Bei den Osterfeuern in Ronnenberg und Empelde (siehe Bildergalerie) verbringen etliche Besucher trotz des erforderlichen Umzugs an kleinere Standorte ungetrübt harmonische Stunden.

Quelle: Ingo Rodriguez

Ronnenberg/Empelde. Die Befürchtungen haben sich als unbegründet erwiesen, die Kritik ist überwiegend verstummt: Kleinere Standorte - weniger Besucher - schlechtere Stimmung: Diese Vermutung war unbestritten ein Trugschluss. Von Publikumsmangel und ungeeigneter Atmosphäre konnte bei beiden Osterfeuern zu keinem Zeitpunkt die Rede sein - und das obwohl nicht die geräumigen Festplätze genutzt werden konnten.

Am alten Bahnhofsgebäude in Ronnenberg bildeten sich sogar noch beim Ausglimmen des Feuers am späten Abend lange Schlangen an den Grill- und Getränkeständen. Kinder tobten im Feuerschein, die Besucher standen dicht gedrängt aneinander. "Ich bin froh, dass die Veranstaltung nicht komplett ausfällt. Die Stimmung ist wie immer gut, viele andere Standortmöglichkeiten gab es ja offenbar nicht", sagte Besucher André Severin. In einer Gästegruppe wurde wenige Meter weiter das Engagement der Organisatoren gelobt: "Es ist doch toll, dass sich überhaupt Menschen freiwillig um die Aktion kümmern", sagte eine Frau. Nur die Beleuchtung sei ein wenig sparsam. Und man hätte den Platz etwas einladender herrichten können. "Sei doch nicht so empfindlich", entgegnete ihr daraufhin ein Mann aus der Gruppe.

Auch Organisationschef Rainer Fricke zog trotz Umzugs eine positive Bilanz. Der Getränkehändler richtet das Ronnenberger Osterfeuer schon seit etwa 20 Jahren mit einer Gruppe von befreundeten Fußballern ehrenamtlich aus. "Das Wetter war gut, der Wind war günstig, die Auflagen für das etwas kleinere Feuer wurden eingehalten", sagte Fricke und lobte die engagierter Unterstützung der Stadtverwaltung. Die anonyme Kritik aus Teilen der Bevölkerung habe er jedoch den freiwilligen Helfern gegenüber als ungerecht empfunden.

Die Feuerwehreinsatzleitung wies die geäußerte Kritik auch zurück: Es habe zu keinem Zeitpunkt wegen des Feuers und der nahe gelegenen Oberleitung der Bahn eine Gefahr für Züge, Häuser oder Menschen bestanden, sagte der Einsatzleiter der Brandschutzwache, Tobias Meier-Böke, gegen 22 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Feuerwehrkapelle wegen Lärmschutzauflagen ihr Platzkonzert beendet. Einige Besucher verließen das Bahnhofsgelände nach eigenen Angaben nur wegen der beginnenden Fernsehübetragung des Fußballländerspiels.

In Empelde gab es für den Standortwechsel sogar viel Lob. Der Umzug vom Festplatz auf den asphaltierten Platz vor dem Feuerwehrgerätehaus und dem Rathausgebäude wurde von den Besuchern als vorteilhaft empfunden. "Es gibt keinen Matsch wie auf dem Festplatz, und wir dürfen die sauberen Toiletten im Gerätehaus benutzen", fasste eine Besucherin das Meinungsbild treffend zusammen. "Viel gemütlicher", sagte auch Helferin Jennifer Moses.

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