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Paul Wenig bleibt ein Vorbild

Empelde Paul Wenig bleibt ein Vorbild

Zahlreiche Ronnenberger haben am Sonnabend auf dem Friedhof an der Häkenstraße Abschied von Paul Wenig genommen. Der SPD-Ratsherr und letzte ehrenamtliche Bürgermeister der Stadt ist am 25. Juli nach langer Krankheit im Alter von 83 Jahren gestorben.

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Quelle: Symbolbild

Empelde. „Paul Wenig ist uns ein Beispiel für ein großes ehrenamtliches Engagement“, würdigte Bürgermeisterin Stephanie Harms den Verstorbenen in ihrer Ansprache vor rund 120 Trauergästen in der Friedhofskapelle. Dort reichten die Stühle nicht aus, sodass die Trauernden auch vor der Kapelle Platz nahmen.

Über vier Jahrzehnte hat sich Paul Wenig für die Belange der Bürger eingesetzt - von 1964 bis 2006 im Rat der ehemaligen Gemeinde Empelde und später der Stadt Ronnenberg. Wenigs Herz schlug insbesondere für die Feuerwehr. Als Stadtbrandmeister führte er die Brandbekämpfer von 1982 bis 1993. Im Jahr 2009 erhielt er für seinen ehrenamtlichen Einsatz die goldene Ehrennadel der Stadt. „Es ist die höchste Auszeichnung, die wir haben“, betonte Harms.

Paul Wenig kam als Flüchtling aus Schlesien nach Empelde. „Die Zeit der Vertreibung und der Aufenthalt im Flüchtlingslager an der Nenndorfer Straße haben ihn geprägt“, erinnerte sich der frühere Stadtdirektor Bernhard Lippold, der mit Wenig jahrelang die Geschicke der Stadt bestimmte. „Er wollte mit anpacken und sich einbringen“, sagte Lippold. Das habe der gelernte Maurer, Gewerkschafter und Betriebsrat zu jeder Zeit getan. „Er bekam leuchtende Augen, wenn er über das große Wohnungsbauvorhaben in Empelde sprach“, sagte Lippold. So „manche Bude“ habe Wenig damals eigenhändig mit hochgezogen. „Auch das eine oder andere Feuerwehrgerätehaus würde nicht so aussehen, wenn Paul nicht mit angefasst hätte“, erinnerte Ortsbrandmeister Gunnar Scheele an Wenigs zupackende Art. Der SPD bleibt Paul Wenig als „ein bürgernaher Politiker, wie es heutzutage nur noch sehr wenige gibt“, in Erinnerung. Er habe sich nicht gescheut, auch mal ein unbequemes Wort zu sprechen, sagte der Fraktionsvorsitzende Dieter Schur.

Von Carsten Fricke und Kerstin Siegmund

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