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Heftige Kritik an der Personalie Jung

Ronnenberg Heftige Kritik an der Personalie Jung

Skeptisch bis ablehnend äußern sich einige Politiker und Firmenchefs über die Entscheidung von Bürgermeisterin Stephanie Harms, die den Freie Wähler-Ratsherrn Torsten Jung als Wirtschaftsförderer in die Verwaltung holt.

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Torsten Jung

Quelle: Kostyrko

Ronnenberg. Mit Vorschusslorbeeren bedenken sie ihn nicht, im Gegenteil. Torsten Jungs Ratskollegen reagieren skeptisch bis ablehnend auf den neuen Wirtschaftsförderer der Stadt Ronnenberg. "Herr Jung hat viele Themen ohne Sinn und Verstand aufgewirbelt. Er hat Schaum geschlagen und sich anschließend bei der Abstimmung enthalten, wenn er überhaupt mit seiner Fraktion anwesend war", sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Dieter Schur. "Wenn seine Arbeitsleistung auf dieser Stelle  so sein wird, wie seine bisherige  politische Arbeit, werden wir den bisherigen Wirtschaftsförderern noch nachtrauern", ergänzt Schur.

Seine Ratskollegin Ruth Wenzel (Bündnis 90/Die Grünen) sieht ebenfalls nicht Torsten Jungs Befähigung für seine neue Aufgabe. Der IT-Berater wird am 15. Dezember ins Rathaus wechseln und dort direkt Bürgermeisterin Stephanie Harms unterstellt sein. "Wirtschaftskompetenz kann ich in seiner Ratsarbeit nicht erkennen. Damit hat er sich bisher nicht hervorgetan", meint Wenzel. Sie sei sehr skeptisch, ob Torsten Jung in Ronnenbergs Wirtschaft Vertrauen gewinnen könne. "Er hat im Rat mit Verdrehungen gearbeitet."

Die städtische Wirtschaftsförderung unter der Leitung des Fachbereichsleiters Wolfgang Zehler sei bisher eine Beratung aus erster Hand gewesen. "Die von Bürgermeisterin Harms veranlasste Änderung ist ein Schlag ins Gesicht für die, die es bisher gemacht haben", ergänzt Wenzel. "Für Jungs Dankeschön-Stelle wurde ein bewährtes Wirtschaftsförderungsteam auseinandergerissen, der anerkannte wurde Wirtschaftsförderer Peter Grüneberg versetzt", sagt Wenzel.

Detlev Wegner, Goldschmied in Ronnenberg und Mitglied der Lenkungsgruppe Wirtschaft, äußert sich drastisch. "Großes Entsetzen überkam mich, als ich las, wer die Nachfolge von Peter Grüneberg in der Wirtschaftsförderung antreten soll. Denn mir hat Herr Jung auf der Ronnenberger Wirtschaftsschau wörtlich gesagt, er sei zwar vorgeschlagen, hätte aber eigentlich keine Zeit und auch gar keine Lust auf dieses Amt", berichtet Wegner.

Ihm sei nicht klar, was dieser Mann denn nun auf dem Posten wolle. "Er hat hinlänglich bewiesen, dass er nicht an der Sache interessiert ist, sondern nur an sich. Für die Stadt Ronnenberg ist diese Besetzung die schlechteste Wahl. Außerdem ist es leider ein eindrückliches Beispiel für die effizienteste Förderung von Parteiverdrossenheit", meint Wegner.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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