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Autodiebstähle erreichen ein Allzeithoch

Ronnenberg/Gehrden/Wennigsen/Hemmingen Autodiebstähle erreichen ein Allzeithoch

Der Polizei machen in Ronnenberg, Gehrden, Wennigsen und Hemmingen immer mehr Autodiebe zu schaffen. Nun soll eine zentrale Ermittlungsgruppe den Tätern auf die Schliche kommen – so wie es bei den Wohnungseinbrüchen bereits erfolgreich der Fall ist.

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Kommissariatsleiter Christoph Badenhop (von rechts), Rüdiger Pietsch und Axel Feldmann von der Polizei Ronnenberg präsentieren die Kriminalstatistik 2015.

Quelle: Heidi Rabenhorst

Ronnenberg. Eigentlich ist Christoph Badenhop ganz zufrieden. Aber eben nur eigentlich. Denn wenn der Leiter des Polizeikommissariats Ronnenberg, das für Ronnenberg, Gehrden, Wennigsen und Hemmingen zuständig ist, auf die im Grunde sehr erfreuliche Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2015 blickt, dann gefallen ihm zwei Werte überhaupt nicht. Während die Aufklärungsquote seiner Dienststelle bei der Gesamtzahl der Straftaten mit 61,04 Prozent "richtig gut" sei, bereitet ihm die Zahl der Autodiebstähle ein wenig Sorgen.

48 Fahrzeuge sind im vergangenen Jahr im Aufgabenbereich des Kommissariats Ronnenberg gestohlen worden. Im Jahr zuvor waren es lediglich 19 gewesen. Und auch die Zahl der Delikte, bei denen aus Autos zum Beispiel Navigationsgeräte oder Airbags entwendet wurden, ist sprunghaft von 105 Fällen auf 173 angestiegen. Mindestens genauso deutlich ist die Tendenz, was die Aufklärung angeht: Im vergangenen Jahr wurde im Schnitt nur jeder zehnte solche Diebstahl aufgeklärt.

"Wir sind da nicht gut und müssen etwas tun", stellt Badenhop klar. Daher sei bereits im vergangenen Jahr die Entscheidung gefallen, derartige Fälle in einer zentralen Ermittlungsgruppe innerhalb der Polizeiinspektion Garbsen zu bearbeiten, zu der das Kommissariat Ronnenberg gehört. Bereits seit dem 1. Oktober bearbeitet diese Gruppe alle Autodiebstähle in ihrem Tätigkeitsbereich. Das spiegele sich in der Kriminalstatistik allerdings noch nicht wider, so Badenhop, weil dort nur Fälle aufgeführt sind, die bereits der Staatsanwaltschaft übergeben sind - und das kann sich bisweilen Wochen und auch einmal Monate hinziehen.

Die Zahl der Autodiebstähle habe ein Allzeithoch erreicht seit die Fahrzeuge mit modernen Wegfahrsperren gesichert sind, sagt Rüdiger Pietsch, der Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes. Dabei hätten es die Diebe meist gezielt auf beliebte Fahrzeugtypen wie zum Beispiel den VW Golf abgesehen, bei denen sie die Wegfahrsperre mit technischen Hilfsmitteln umgehen. "Das sind oft Fahrzeuge mit einem Höchstwert unter 10.000 Euro, für die es aber ebenso einen großen Markt gibt wie für die Ersatzteile", sagt Pietsch.

Etwas anders sehe die Situation bei den Fällen aus, in denen Zubehör aus den Autos gestohlen wird. Dabei sind laut Pietsch vor allem hochwertige Fahrzeuge betroffen, aus denen gezielt fest installierte Navigationsgeräte oder Lenkräder mitsamt der Fernbedienungseinheit ausgebaut werden. "Wir gehen wie bei den Autodiebstählen von reisenden Tätern aus", sagte der Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes. Oft gäbe es fünf Diebstähle in einer Nacht und danach keinen einzigen mehr. Weil die Spur oftmals nach Osteuropa führe und selbst gestohlene Fahrzeuge häufig in Einzelteilen verkauft würden, sei die Aufklärung solche Delikte alles andere als leicht.

Daher soll nun die zentrale Ermittlungsgruppe den Tätern auf die Schliche kommen. Mit solch einer Einheit hat die Polizeiinspektion Garbsen in den vergangenen zweieinhalb Jahren bereits bei der Bearbeitung von Wohnungseinbrüchen gute Erfahrungen gemacht. Zwar stieg die Zahl solcher Einbrüche im Bereich des Kommissariats Ronnenberg im Vergleich zum Vorjahr von 183 auf 193 Fälle, aber zugleich stieg die Aufklärungsquote auf fast 38 Prozent an. "Wenn man das mit der landesweiten Aufklärungsquote von gut 22 Prozent vergleicht, dann stehen wir da sehr gut da", sagte Badenhop.

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