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Polizeipräsenz reicht offenbar aus

Empelde/Wennigsen Polizeipräsenz reicht offenbar aus

Eine stärkere Präsenz der Polizei auf dem Land ist offenbar nicht notwendig. Die längeren Öffnungszeiten der Stationen Empelde, Gehrden und Wennigsen werden kaum nachgefragt, eine immer wieder geforderte Ausweitung ist deshalb nicht vorgesehen.

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In Wennigsen ist die Polizeistation in einem Wohn- und Geschäftshaus an der Hauptstraße untergebracht.

Quelle: Carsten Fricke

Empelde/Wennigsen. Die Erreichbarkeit und die Anzahl der Ordnungshüter, abgestimmt auf die Einwohnerzahl und den Arbeitsanfall in dem jeweiligen Einzugsgebiet, bleiben unverändert. Die Stationen Empelde, Gehrden und Wennigsen öffnen an vier Werktagen von 8 bis 16 Uhr. An einem weiteren Werktag – in Wennigsen am Dienstag, in Empelde am Mittwoch und in Gehrden am Donnerstag – ist sogar durchgehend bis 18 Uhr geöffnet. Dieses Angebot wird offenbar wenig angenommen. Ein Andrang auf die Stationen bleibe am langen Nachmittag aus, berichtet Rüdiger Pietsch, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes im Kommissariat Ronnenberg. „Wir haben die längere Öffnungszeit extra auf die Servicezeiten der jeweiligen Stadt- oder Gemeindeverwaltung abgestimmt“, ergänzt der Beamte. Die Rathäuser sind an den besagten Tagen auch bis 18 Uhr geöffnet. Wegen der geringen Nachfrage aus der Bevölkerung sei eine Ausweitung der Öffnungszeiten, wie sie hin und wieder Bürger und Politiker vehement fordern, dienstlich nicht notwendig, meint Pietsch. Diese Entwicklung zeichnet sich bereits seit einigen Jahren ab. Vor zehn Jahren war die Situation noch eine andere. Damals ist die Präsenz der Polizei im Calenberger Land deutlich verstärkt worden. Die Öffnungszeiten der kleinen Stationen im Calenberger Land wurden ab Mitte April 2005 deutlich erweitert, von 7.30 bis 15 Uhr auf 7 bis 18 Uhr. Heute sind die Stationen zeitlich fast genauso wie vor dem Jahr 2005 erreichbar.

Eine stärkere Polizeipräsenz in einer kleinen Gemeinde wie Wennigsen ist nicht notwendig, meint Rüdiger Pietsch, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes im Polizeikommissariat Ronnenberg. „Ich habe noch keine Beschwerde gehört, dass die Polizei in Wennigsen nicht erreichbar gewesen sei“, sagt der leitende Beamte.

Zumal die in Ronnenberg stationierten Funkstreifen schnell Wennigser Gebiet erreichen könnten, ergänzt Pietsch. Unterstützung leisten im Notfall die Kollegen der Kommissariate Barsinghausen und Ricklingen, die genau wie Ronnenberg rund um die Uhr besetzt sind.

Zeugen gesucht

Die Forderung nach mehr Polizei vor Ort ist auch nach einem nächtlichen Überfall mitten in Wennigsen nicht laut geworden. Wie berichtet, sind gegenüber der Einmündung Argestorfer Straße in Höhe des Bioladens zwei 51 und 53 Jahre alte Frauen von zwei maskierten Männern geschlagen, getreten und beraubt worden. Ein dritter Mann stand währenddessen Schmiere. Die Täter flüchteten mit der Handtasche eines Opfers in Richtung Klostergarten.

Die Polizei sucht dringend Zeugen des Überfalls, der sich am Freitag, 24. Juli, um 1.45 Uhr ereignete. Trotz mehrerer Aufrufe in den Medien habe sich bisher niemand gemeldet. „Wir haben keine neuen Erkenntnisse“, sagte Pietsch am Montag. Gesucht werden drei junge Männer, zwei davon etwa 1,80 Meter groß und schlaksig, ein weiterer über 1,90 Meter groß und sehr kräftig. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer (05109) 5170 entgegen.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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