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Liegt die nächste Bombe in Empelde?

Ronnenberg Liegt die nächste Bombe in Empelde?

Was liegt alles unter der Oberfläche auf dem Dreiecksareal am Bahnübergang Ronnenberger Straße in Empelde? Experten einer Kampfmittelbeseitigungsfirma wollen diese Frage in den kommenden Tagen beantworten. Der Bereich kommt auch für einen Bombenfund aus dem Zweiten Weltkrieg infrage.

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Auf dem Brachgelände befinden sich außer dem Wohnwagen noch andere Gegenstände, die eine Suche erschweren.gh

Quelle: Uwe Kranz

Empelde. Der Bereich am Bahnübergang steht aus mehreren Gründen als Fundort für Munition aus dem Krieg unter Verdacht, erklärt Wolfgang Zehler, Fachbereichsleiter bei der Stadt Ronnenberg. Einerseits seien die Bereiche um die Bahngleise bei Luftangriffen immer wieder Ziel alliierter Flugzeuge gewesen, andererseits seien auf dem Rückflug nach Angriffen auf Hannover oft überzählige Sprengmittel im Bereich um Empelde abgeworfen worden, um Gewicht zu sparen.

Die Brachfläche nördlich des Dienstleistungszentrums an der Ronnenberger Straße war bislang noch nicht intensiv untersucht worden. Im Rahmen der Integrierten Stadtentwicklungsprogramms (ISEK) soll nun direkt neben dem Ärztehaus eine Gewerbefläche entstehen. Jüngste Pläne sehen dort eine Tankstelle, eine Waschstraße oder beides vor.

Mit Blick auf die neue Nutzung der Fläche sei eine Routine-Abfrage nach Verdachtsfällen auf Blindgänger erfolgt. Der Eigentümer sei dazu verpflichtet, so Zehler. Die Luftbildauswertung habe ergeben, dass sich an der Ronnenberger Straße durchaus Kampfmittel aus Kriegszeiten befinden könnten. Diese Möglichkeit solle nun am Boden untersucht werden. Bei einer ersten Suche gab es allerdings keine klaren Ergebnisse. Es habe "zu viele Störfaktoren" auf dem Grundstück gegeben, erklärt Zehler. Diese seien inzwischen abgeräumt worden. In den nächsten Tagen rücken die Munitionssucher nun erneut an. Sollte sich der Verdacht konkretisieren, würde mit Tiefensendern weiter geforscht, ob es sich tatsächlich um Kampfmittel handelt oder vielleicht nur Schrott, wie beispielsweise eine alte Badewanne vergraben wurde. Im schlimmsten Fall, falls tatsächlich ein größerer Blindgänger gefunden werden sollte, käme auf Empelde eine Entschärfungsaktion, möglicherweise mit entsprechenden Evakuierungsmaßnahmen zu. Davon ist man allerdings noch weit entfernt.

"In den vergangenen Jahren sind immer wieder neue Luftbilder von den Alliierten angekauft worden", erklärt Zehler. Daraus ergäben sich viele neue Verdachtsfälle. Eine frische Fläche, wie die in Empelde, direkt an der Bahn sei aber aufgrund ihrer Lage ohnehin verdächtig. "Da muss man einfach hingucken", sagt Zehler in der Hoffnung, dass nichts gefunden wird.

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