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Rat beschließt Einzelhandelskonzept

Ronnenberg Rat beschließt Einzelhandelskonzept

Es soll die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft des Einzelhandels in der Stadt bilden: Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Mittwoch der Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes zugestimmt. Neben Entwicklungsmöglichkeiten an bestehenden Standorten zeigt es auch das Potenzial neuer Flächen auf.

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Das Marktzentrum an der Gehrdener Straße besitzt laut Einzelhandelskonzept ein hohes Entwicklungspotenzial.

Quelle: Marcel Sacha

Ronnenberg. Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler zufolge ist das Ziel, künftige Einzelhandelsansiedlungen als Stadt besser steuern zu können. Dabei soll die Entwicklung der Ortskerne in Ronnenberg und Empelde oberste Priorität genießen. Beide Ortsteile werden laut Einzelhandelskonzept jeweils ein zentraler Versorgungsbereich zugeschrieben: In Empelde zieht sich dieser von der Berliner Straße mit den Einkaufsmöglichkeiten Rewe und Penny über die Straße Am Rathaus bis zur Nenndorfer Straße. Ronnenberg wiederum besitzt ein Versorgungszentrum zwischen dem Edeka-Markt und dem Ihmer Tor sowie entlang der Langen Reihe. Im Empelder Versorgungszentrum besteht laut Einzelhandelskonzept derzeit ein Mangel abseits des täglichen Bedarfs.

Um das Angebot zu erweitern, soll für entsprechende Neuansiedlungen gesorgt werden. Berliner und Nenndorfer Straße sollen konzeptionell zusammengeführt werden, um die Attraktivität des Standorts zu erhöhen. „Dieses Ziel verfolgen wir schon länger“, sagt Zehler. Der historische Ortskern Ronnenbergs soll ebenfalls eine Attraktivitätssteigerung erfahren. Positiv hebt das Konzept die hohe Angebotsvielfalt hervor. Allerdings fehle dem Ortskern eine entsprechende Aufenthaltsqualität sowie eine ausreichende Austauschbeziehung unter den verschiedenen Einzelhändlern. Dies zu ändern ist zudem wesentliches Ziel des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) 2030. „Daher ist das Einzelhandelskonzept zugleich Teil des ISEK“, erläutert Zehler.

Darüber hinaus sind mit dem Marktzentrum inklusive Netto-Discounter, dem Fachmarktzentrum an der Chemnitzer Straße und dem Dienstleistungszentrum an der Ronnenberger Straße drei Nahversorgungszentren im Stadtgebiet ausgewiesen. Vor allem das Marktzentrum bietet dem Konzept zufolge durch den hohen Anteil an Leerständen ein erhöhtes Entwicklungspotenzial. Denkbar sei die Ansiedlung eines Drogeriemarktes. Dafür müsste jedoch eine Umstrukturierung oder ein Neubau des Marktzentrums erfolgen.

Leerstand besteht zudem an der Ronnenberger Straße. „Intakter Einzelhandel ist dort lediglich durch das Diakonie-Lädchen und den Bahar Lebensmittelmarkt gegeben“, heißt es im Einzelhandelskonzept. Grundsätzlich sollte der Standort jedoch als Versorgungsstandort für die Siedlungsgebiete im südlichen Teil des Stadtteils gestärkt werden.

Auch abseits der zwei größten Stadtteile sieht das Konzept eine größere Potenzialfläche: auf dem stillgelegten Gelände der Zuckerfabrik in Weetzen. Eine Ansiedlung eines Lebensmittelanbieters würde die Versorgung der Ortsteilbewohner deutlich erhöhen, ist sich die Stadt sicher. Allerdings dürfte sich die Suche nach einem Betreiber als kompliziert erweisen, da die Einwohnerzahl im näheren Umkreis deutlich geringer ist als von den Lebensmittelketten bevorzugt.

Baugebiete auf den Weg gebracht

Darüber hinaus votierte der Rat für die Aufstellung der Bebauungspläne "Im Sacke" und "Memeler Straße" - ebenfalls Teilaspekte des ISEK. Beide Vorhaben werden von den Ratsmitgliedern einhellig begrüßt. Allerdings bestehe für beide Standorte noch Gesprächsbedarf, bevor es in die konkrete Ausgestaltung geht, betonten Vertreter aller Fraktionen. Sowohl in Ronnenberg als auch in dem Empelder Quartier fehle noch an ein schlüssiges Verkehrs- beziehungsweise Parkplatzkonzept.

In der Memeler Straße plant die Kreissiedlungsgesellschaft (KSG) den Abriss und anschließenden Neubau der meisten bestehenden Mehrfamilienhäuser. Dadurch sollen rund 30 zusätzliche Wohnungen entstehen. Der vorgesehene Anteil an Alten- und Sozialwohnungen habe "Vorbildcharakter", sagte Andreas Beichler (Grüne). CDU-Fraktionschef Hans-Heinrich-Hüper bezweifelte zudem, ob die geplante viergeschossige Bebauung in das vorhandene Umfeld passen wird.

Auch Im Sacke sollen Wohnungen entstehen. Die Erschließungsarbeiten im Ortskern Ronnenbergs dürften jedoch äußerst kompliziert ausfallen, prognostizierte Paul Krause (SPD). Neben Aspekten des Umwelt- und Tierschutzes, die berücksichtigt werden müssten, seien voraussichtlich auch archäologische Grabungen im Vorfeld notwendig, sagte der Sozialdemokrat.

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Auch das Versorgungszentrum an der Ronnenberger Straße soll als Standort gestärkt werden.

Quelle: Marcel Sacha

Von Marcel Sacha

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