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Rat streitet wegen Hortplätzen

Ronnenberg Rat streitet wegen Hortplätzen

Bürgermeisterin Stephanie Harms hat am Donnerstagabend im Rat eine Petition entgegen genommen, weil Hortplätze fehlen. "Die Situation ist deutlich untragbar", stellte die Elternvertreterin Juliane Majorczyk fest. Ein Vorstoß von SPD und Grünen sorgte für einen Streit im Rat der Stadt.

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Bürgermeisterin Stephanie Harms (links) nimmt von den Elternvertretern Tim Nestler und Juliane Majorczyk eine Petition zur Hortsituation entgegen.

Quelle: Kerstin Siegmund

Ronnenberg. Eltern, die für ihre Kinder dringend eine Hortbetreuung benötigen, sind nicht nur wegen der fehlenden Plätze verärgert. Auch die Platzvergabe - zurzeit erst im Mai - müsse früher erfolgen. Wenn Eltern eine Absage erhielten, sei das viel zu spät, um eine andere Betreuungsmöglichkeit für das Kind zu finden, stellten die Väter und Mütter fest. Einige von ihnen verfolgten die Ratsdebatte im Gemeinschaftshaus aufmerksam.

Diese verlief gleich zu Anfang sehr turbulent. Einen Dringlichkeitsantrag von SPD und Grünen, die Stadt solle den betroffenen Grundschülern zum neuen Schuljahr Plätze verschaffen, bezeichneten CDU, FDP, Freie Wähler und der parteilose Ratsherr Carsten Mauritz als "Schauantrag im Kommunalwahljahr. Sie wollen sich doch nur bei den Wählern beliebt machen!", sagte Mauritz. Das Vorhaben sei zudem nicht realisierbar. Die Aufsichtsbehörde des Landes werde die Genehmigung so schnell nicht möglich machen können. Das sieht Uwe Specht (SPD) anders. Räume müssten zu finden sein. "Nach 13 Uhr steht die Schule leer", sagte Specht.

Die Politiker einigten sich nach wortreich vorgetragener Empörung von SPD und Grünen und nach einer Sitzungsunterbrechung einstimmig darauf, die Verwaltung zu beauftragen, schnellstmöglich die Hortsituation zu verbessern. Der Erste Stadtrat Torsten Kölle stellte ein erstes Konzept vor, wie das erreicht werden könnte: Mit einem Container für eine Kleingruppe am bestehenden Hort mit derzeit 80 Plätzen und weiteren Plätzen in städtischen Wohnungen in der Stillen Straße. Ziel ist es, 47 Plätze zu erreichen, sagte Kölle - ob und welche Genehmigung das Land dafür erteile, könne er aber nicht voraussagen. Auch eine Tagespflege sei denkbar.

Für die Betreuung sucht die Stadt Personal. Frauen und Männer, die sich als Tagespflegepersonen ausbilden lassen wollen, sollten sich im Rathaus melden. Falls es keine Genehmigung gibt, würde die Stadt den Eltern als letzten Ausweg Räume zur Verfügung stellen, in denen die Kinder in Regie der Eltern betreut werden.

In der Schule ausreichend Räume zu finden, sei nicht möglich. "Der Gesetzgeber fordert Exklusivität. Ein Klassenraum kann nachmittags nicht als Hortraum genutzt werden", sagte Kölle.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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