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Reformationsjubiläum: Kirche zieht Bilanz

Ronnenberg Reformationsjubiläum: Kirche zieht Bilanz

Im Rahmen des großen Reformationsjubiläums hat der Kirchenkreis Ronnenberg in den vergangenen 12 Monaten durch viele Veranstaltung an Martin Luthers Thesenanschlag erinnert und ist deren heutiger Bedeutung nachgegangen. Superintendentin Antje Marklein spricht rückblickend von einem "vollen Erfolg".

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Die Reformationstür lässt Platz für eigene Thesen.

Quelle: privat

Ronnenberg. Das im Vorfeld erarbeitete Konzept ging ihren Aussagen zufolge durchweg auf. "Unser Ziel war es, das Thema der Reformation zu den Leuten vor Ort zu bringen." Daher habe der Kirchenkreis seinen Schwerpunkt bewusst auf kleinere und dezentrale Veranstaltungen gelegt.

Symbolisch hierfür war Marklein zufolge die Reise der Reformationstür durch die unterschiedlichen Kirchen und Kapellen im Kirchenkreis. Sie ist ein Nachbau der berühmten Tür der Wittenberger Schlosskirche, an der Luther vor 500 Jahren seine Thesen veröffentlichte. Auf dieser Tür sind Texte und Bilder zusammengestellt, die sich mit zentralen Themen auseinandersetzen, die Luther als elementar für die Zukunft der Kirche erachtete. "Auf der einen Seite der Tür stehen Texte aus der Reformationszeit, auf der anderen Seite Interpretationen aus unserer heutigen Sichtweise", erklärt Marklein - wobei ein Bereich frei gehalten wurde, an den Kirchenbesucher ihre eigenen Thesen aufstellen konnten. Diese sollen in näherer Zukunft in einer eigenen Ausstellung zusammengefasst und präsentiert werden. Einen Termin gibt es laut Marklein hierfür jedoch noch nicht.

Ergänzt wurde das Programm im Reformationsjahr durch zahlreiche Ausstellungen, Kirchenkonzerte oder Theateraufführungen, die sich ebenfalls allesamt mit Luther und seinen Thesen beschäftigten. Dabei habe der Kirchenkreis sich "nicht gescheut, auch die Schattenseiten Luthers, wie zum Beispiel seinen Antisemitismus, zu beleuchten", betont Marklein.

Die Teilnehmer- beziehungsweise Besucherzahlen stimmen die Superintendentin des Kirchenkreises rückblickend zufrieden. Gerade die Kontinuität, die die Bürger bei den fortlaufenden Veranstaltungen an den Tag legten, habe sie beeindruckt. Darüber hinaus sei es dem Kirchenkreis gelungen, Menschen für den evangelischen Glauben neu zu gewinnen. "Viele haben über das Reformationsjahr und unsere Veranstaltungen einen Zugang zur Kirche gefunden", sagt Marklein.

Pilgerreise am Reformationstag

Bis zum 31. Oktober stehen in allen Kommunen des Kirchenkreises noch weitere Veranstaltungen an, die sich mit der Reformation vor 500 Jahren befassen.

Dazu gehört als Abschluss des Jubiläumsjahres ein sogenannter Reformations-Tour-Gottesdienst durch Ronnenberg, der aus fünf kurzen Andachten zu zentralen Themen Martin Luthers besteht: Ökumene, Musik, die 95 Thesen, Wünsche und die Bibel. Die Reise beginnt am Dienstag, 31. Oktober, um 10 Uhr in der Johanneskirche in Empelde und führt über die Michaeliskirche sowie die Kapellen in Ihme-Roloven und Linderte bis zur Versöhnungskirche in Weetzen.

Ein alter Linienbus aus dem Jahr 1986 bringt die Teilnehmer hierbei von Ort zu Ort. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten des Oldtimers bittet der Kirchenkreis um Anmeldungen bis zum 20. Oktober im Gemeindebüro der Michaeliskirche oder per E-Mail an info@kirche-ronnenberg.de. Dabei sollte der Ort angegeben werden, an dem der der Teilnehmer in den Bus zusteigen möchte. Interessierte können jedoch auch mit dem eigenen Pkw oder dem Fahrrad die Tour bewältigen.

Für ein Kinderprogramm ist am Reformationstag ebenfalls gesorgt. Treffpunkt für die kleinen Lutheraner ist um 10.45 Uhr in der Michaeliskirche. Von dort werden die Kinder um 13 Uhr nach Weetzen gebracht.

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Superintendentin Antje Marklein freut sich auf die Pilgerreise durch Ronnenberg.

Quelle: Marcel Sacha

Von Marcel Sacha

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