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Was wird aus der Zuckerfabrik?

Weetzen Was wird aus der Zuckerfabrik?

Die Stadt Ronnenberg erhält einen Zuschuss der Region für die Zukunftsplanung des Zuckerfabrikgeländes. Das Areal gilt als eine Modellfläche für Industriebrachen und soll ein Pilotprojekt sein.

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Wie kann das Zuckerfabriksgelände in Zukunft genutzt werden? Ein Planungsbüro soll die Ziele der Stadt konkretisieren, aber auch Aufschluss über Altlasten und Verkehrslärm geben.

Quelle: siegmund

Weetzen. Teilabriss, Wohnbebauung, Gewerbe? Antworten auf diese Fragen soll ein städtebaulicher Rahmenplan geben, den ein Planungsbüro im Auftrag der Stadt Ronnenberg erarbeitet. An den Planungskosten von 17.949 Euro will sich die Region Hannover mit 13.461 Euro beteiligen, die restlichen 15 Prozent (4487 Euro) trägt die Stadt.

Mit dem städtebaulichen Planungskonzept nimmt die Stadt die Zukunft der Industriebrache selbst in die Hand. "Bisher haben wir die Entwicklung dem Markt überlassen, aber das fährt sich fest", sagt Zehler. Die Nutzungsziele der privaten Eigentümern, sie sind seit Frühjahr 2014 im Besitz eines Großteils der alten Zuckerfabrik - und der Kommune stimmen nicht überein.

Die Besitzer hatten bei der Übernahme erklärt, dass sie ein Nutzungskonzept, unter anderem für eine Wohnbebauung, vorlegen wollten. Auch von einer Verwertung des Altmetalls in den Hallen war die Rede - die offensichtlich Vorrang hatte. Dabei sind Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten worden. Stahlträger als tragende Teile sollen in den 20 Meter hohen Hallen entfernt worden sein. In diesem Frühjahr musste die Stadt wegen Verstößen gegen baubehördliche Vorschriften und die Arbeitssicherheit ein Betretungsverbot für das Gelände anordnen. Das Gewerbeaufsichtsamt nahm ebenfalls Ermittlungen auf.

Die Stadt hatte die Zuwendung bei der Region beantragt, weil anhand des Planungskonzeptes Baurechte geschaffen werden sollen. "Wir wollen Investoren anwerben, Interessenten gibt es schon", sagt der städtische Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler. In einem Zukunftsdialog, den Ronnenberg für alle Stadtteile angeschoben hatte, äußerten die Bürger ihre Wünsche für das Zuckerfabriksgelände. Wohnungen und Gewerbebetriebe, soziale Einrichtungen wie ein Kindergarten, aber auch Einkaufsmöglichkeiten wurden genannt. Das Planungsbüro soll die Ziele der Stadt konkretisieren, aber auch Aufschluss etwa über Altlasten und Verkehrslärm geben.

Am Dienstag entscheidet der Regionsausschuss formell über die Zuwendung. Als Begründung nennt das Team Wirtschaftsförderung der Region, dass "die 3,4 Hektar große Industriebrache am westlichen Ortsrand über ein hohes Revitalisierungspotzenzial für unterschiedliche Nutzungen und eine strategische Bedeutung für die Innenentwicklung von Weetzen verfügt".

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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