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Rentner wollen heute andere Angebote

Ronnenberg Rentner wollen heute andere Angebote

Ronnenbergs Einwohner über 65 Jahre erhalten im Herbst Post aus dem Rathaus. Die Verwaltung will einen Fragebogen verschicken und damit die Wünsche der Betroffenen für eine künftige Seniorenarbeit ermitteln.

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Aus früherer Zeit: Heute wollen Senioren mehr als Musik.

Quelle: Florian Arp (Archiv)

Ronnenberg. Sind die städtischen Angebote für Senioren noch zeitgemäß? Diese Frage stellen sich die Stadtmitarbeiter, weil sie beobachten, dass immer häufiger ältere Bürger ihr Rentnerdasein selbst planen und gestalten wollen. Das wirkt sich auch auf die vor mehr als 40 Jahren in Empelde, Ronnenberg, Weetzen, Benthe, Ihme-Roloven und Linderte gegründeten städtischen Seniorenclubs aus. Sie klagen seit Jahren über Mitgliederschwund.

In den sechs Clubs trafen sich in guten Zeiten wöchentlich etwa 500 Bürger ab 60 Jahren zum geselligen Beisammensein und darüber hinaus sogar zu mehrtägigen Reisen. Diese bietet die Stadt schon seit zehn Jahren nicht mehr an - weil viele Clubmitglieder alt und krank geworden sind. Einige Rentner können sich zudem die Kostenbeteiligung nicht leisten.

Das Team Soziale Dienste der Verwaltung mit seiner Leiterin Birgit Sommerfeld arbeitet deshalb an einem neuen Konzept für die städtische Seniorenarbeit. Es soll soziale und vor allem bezahlbare Angebote enthalten. Dabei setzt die Stadt auf die Mithilfe der Betroffenen.

Sommerfelds Team hat einen ausführlichen Fragebogen entwickelt, der im Herbst an rund 5100 Personen über 65 Jahre geschickt werden soll. Aktuell hat Ronnenberg 23 955 Einwohner. Bei der anonymen Umfrage sollen die Senioren unter anderem ankreuzen, ob und wie sie mit dem Freizeit- Kultur- und Bildungsangebot der Stadt zufrieden sind, wie sie ihre freie Zeit verbringen, welche Hobbys sie haben und ob sie eine Altenbegegnungsstätte für sinnvoll halten. Gefragt wird auch, ob sie sich mehr Bildungsangebote wie etwa Lesungen, eher sportliche Aktivitäten oder eine größere Auswahl an Unterhaltung mit Musik und Theater wünschen. Die Stadt will auch wissen, ob die Seniorenweihnachtsfeiern noch zeitgemäß sind und ob Ronnenberg einen Seniorenbeirat wie in anderen Städten braucht.

Bevor der Fragebogen die Betroffenen erreicht, sind die Kommunalpolitiker gefragt. Nach der Sommerpause des Rates soll im Bildungs- und Sozialausschuss über die zukünftige Ausrichtung der Seniorenarbeit in Ronnenberg diskutiert werden.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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