Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Spender finanzieren dritte Schule in Afrika

Ronnenberg Spender finanzieren dritte Schule in Afrika

Das dritte Schulgebäude für junge Afrikaner in Togo ist fertig. Der Empelder Roland Sturm und seine Tochter Simone Bahrs aus Godshorn freuen sich, dass in Mission Tové dank zahlreicher Spenden jetzt mehr als 600 Kinder und Jugendliche unterrichtet werden können.

Voriger Artikel
Herzliche Begrüßung für Ratsneulinge
Nächster Artikel
Adventscafé wird zum interkulturellen Dorffest

Simone Bahrs vom Verein Togo pro infans besucht die Kinder in der neuen Schule

Quelle: privat

Empelde. Roland Sturm ist selbst überrascht, welche Entwicklung sein Hilfsprojekt genommen hat, das er mit seiner Tochter gestartet hat. "Wo vor zwei Jahren gerade mal 60 junge Afrikaner Schulunterricht erhielten, können jetzt mehr als 600 Jugendliche lernen", sagt der 74-Jährige, der einige Jahre in dem afrikanischen Land lebte und arbeitete.

Die erste Schule konnten Vater und Tochter im November 2013 in Betrieb nehmen, als ein einfaches Gebäude für drei Klassen und mit einem Kindergarten. "Vorher stand auf dem Gelände nur eine Hütte mit Lehmwänden und Palmdach, undicht und fragil", berichtet Sturm. Nach heftigen Regenfällen stürzte die Hütte Ende 2014 ein. Die neuen Gebäude erlauben nun Unterricht bei jedem Wetter.

Sturm und seine Tochter holten 2014 die Niedersächsische Umweltstiftung mit ins Boot und warben zudem in den Medien um Spenden. Mit Erfolg. Nun konnte auch der letzte Bauabschnitt fertiggestellt werden, ein Gebäude für vier Klassen. "Es hat rund  50.000 Euro gekostet, Bingo hat sich mit 29.500 Euro beteiligt", sagt Sturm.

Am Ersatzbau für die eingestürzte Schule, die 24.000 Euro gekostet hat, beteiligte sich die Stiftung zur Hälfte. "Der Rest sind Spenden und eigene Mittel." Vater und Tochter investierten auch in Lernmaterial, in neue Schulbänke, Strom- und Wasseranschlüsse wurden gelegt und ein Toilettengebäude errichtet. "Das ist wichtig als Vorsorgemaßnahme für Krankheiten. Die hygienischen Verhältnisse sollten entschieden verbessert werden", sagt Sturm.

Das geschieht nun in dem dritten Gebäude. Dort ist ein Trakt für den Hygiene- und Gesundheitsunterricht und eine Erste-Hilfe-Station entstanden. Jetzt muss noch die Innenausstattung für die neuen Gebäude finanziert werden. "180 Schulbänke, Tische und Stühle und weiteres Lernmaterial müssen angeschafft werden", sagt der Empelder. Schulbänke werden teilweise im Rahmen der Hilfe zur Selbsthilfe von den Eltern der Schüler gebaut. Simone Bahrs ergänzt: „Wer lesen, schreiben und rechnen kann und einen Beruf erlernt, schafft den Sprung aus der Armut meist ganz allein. Darauf setzen wir mit unserem gemeinnützigen Verein Togo pro infans.“

Roland Sturm und Simone Bahrs bitten um Spenden. Weitere Informationen und das Spendenkonto stehen im Internet auf togo-pro-infans.de.

doc6niaua8vhdy1frtb5sy

Fotostrecke Ronnenberg: Spender finanzieren dritte Schule in Afrika

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Kerstin Siegmund

doc6smq4kpbzr51dhmueerm
In Weetzen ist alles selbst gemacht

Fotostrecke Ronnenberg: In Weetzen ist alles selbst gemacht