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SPD und Grüne lehnen neue Stabsstelle ab

Ronnenberg SPD und Grüne lehnen neue Stabsstelle ab

Überrascht bis irritiert reagieren SPD und Grüne auf die neue Stabsstelle für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing, die Bürgermeisterin Stephanie Harms (CDU) ausgeschrieben hat. Der Stelleninhaber Peter Grüneberg wechselt in das Team Asyl und Integration.

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Quelle: Archiv

Ronnenberg. Die SPD, die mit den Grünen die Mehrheit im Rat der Stadt innehat, ist irritiert. Der SPD-Fraktionsvorsitzende hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg. „Ich bin kein Freund von Stabsstellen“, sagt Dieter Schur, der über eine langjährige Erfahrung als Verwaltungsbeamter verfügt. Er sieht die Gefahr, dass aus der Stabsstelle eine Parallelverwaltung wird. „Das behindert und stört nur“, sagt der Empelder.

Ruth Wenzel, Fraktionsvorsitzende der Grünen, geht noch einen Schritt weiter. „Woraus speist sich die Notwendigkeit dieser Maßnahme, daraus eine Stabsstelle zu machen? Die Gründe sind nicht ersichtlich“, meint Wenzel. Wirtschaftsförderung zur Chefsache zu machen, wäre in diesem Zusammenhang die richtige Entscheidung gewesen, sagt die Ratspolitikerin. „Man hätte keine Strukturen zerstört, der Stelleninhaber Peter Grüneberg mit seinen stadtweiten intensiven Kontakten zur Wirtschaft hätte seine erfolgreiche Arbeit im Fachbereich in enger Zusammenarbeit mit der Bürgermeisterin und dem Bereichsleiter Wolfgang Zehler fortführen können.“

Wenzel befürchtet ebenso wie die SPD, dass eine Stabsstelle mit neuem Personal die Verwaltungswege länger macht. „Die Stelle ist nicht an Fachbereiche angegliedert“, sagt Wenzel. Zudem sei es kein guter Stil, dass die Bürgermeisterin erst die Presse und danach die Fraktionen über die Personalie informiert habe. CDU und FDP reagieren indes erfreut auf die neue Stelle im Rathaus. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Hans-Heinrich Hüper erhofft sich „ein aktiveres und direktes Ansprechen von Firmen, also eine verstärkte Ansiedlung von Firmen, um das Steueraufkommen der Stadt zu verbessern“. Anders als SPD und Grüne sieht er in der Stabsstelle eine Verkürzung der Verwaltungswege. „Man kann schneller reagieren“, sagt Hüper.

Dieter Herbst (FDP) findet Harms’ Entscheidung ebenfalls gut. Nach seiner Erfahrung „suchen Firmenchefs die Nähe zum Bürgermeister beziehungsweise einem ihm direkt unterstellten obersten Entscheidungsträger. „Wirtschaftsförderung gehört zu einer Stabsstelle“, sagt Herbst. Er lobt den Stelleninhaber und den Fachbereichsleiter. „Sie sind okay und leisten gute Arbeit“, meint der Freidemokrat.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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