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Einsatz für krebskranke Kinder

Ronnenberg Einsatz für krebskranke Kinder

Die Kinderkrebsstation ist ihre zweite Heimat: Bärbel Dütemeyer setzt sich seit 24 Jahren dafür ein, dass es die kleinen Patienten bei den oft langwierigen Krankenhausaufenthalten so angenehm wie möglich haben. Dafür hat die Ronnenbergerin am Freitag das Bundesverdienstkreuz erhalten.

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Bärbel Dütemeyer erhält das Bundesverdienstkreuz aus der Hand von Regionspräsident Hauke Jagau.

Quelle: Sandra Wille

Ronnenberg. Kraft, Mut und Ausdauer sind nötig im Umgang mit Kindern, die an Krebs erkrankt sind, und deren Angehörigen. Bärbel Dütemeyer verfügt über diese positiven Eigenschaften. Die Ronnenbergerin hat es sich zur Aufgabe gemacht, den jungen Patienten und ihren Eltern den Aufenthalt in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) so angenehm wie möglich zu gestalten.

Dafür verlieh ihr der Bundespräsident das Bundesverdienstkreuz. „Für mich eine totale Überraschung“, sagte Dütemeyer am Freitag nach der Feierstunde im Regionshaus in Hannover. Und sie fügt bescheiden hinzu: „Ich stand dort stellvertretend für die fünf Personen im Vereinsvorstand.“ Seit 1991 ist Dütemeyer im Vorstand des Vereins für krebskranke Kinder Hannover an der MHH tätig und seit 1998 ununterbrochen dessen Vorsitzende. Der Verein leistet Großes, denn er schafft eine kinder- und familienfreundliche Atmosphäre für die jungen Patienten und ihre Eltern, die oft eine lange und belastende Zeit in der Klinik verbringen müssen. Wenn Dütemeyers Name in den Medien erscheint, ist das stets mit einer Spende an den Verein verbunden. Rund eine Million Euro jährlich sammelt sie für die Kinderkrebsstation ein – kleine Beträge von Privatleuten, die sich zu runden Geburtstagen Geld zugunsten des Vereins wünschen oder Gestricktes auf Basaren verkaufen, genauso wie bei großen Firmen.

Kunst-, Musik- und Sporttherapien werden davon bezahlt, der heimische Schulunterricht oder Personal zur Unterstützung der Eltern, wenn die kranken Kinder zu Hause gepflegt werden. Besonders am Herzen liegt Dütemeyer die kindgerechte Gestaltung der Station und des Wartebereichs. Mit dem Verein hat sie dafür gesorgt, dass ein Spielzimmer, ein Elternzimmer und ein spezieller Sportraum eingerichtet wurden. Zwölf Wohnungen stehen zudem den Eltern auf dem Klinikgelände zur Verfügung, damit sie in der Nähe ihrer kranken Kinder sein können.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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