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Bergmesse läutet die Open-Air-Saison ein

Empelde Bergmesse läutet die Open-Air-Saison ein

Christlicher Auftakt: Rund 800 Besucher haben am Himmelfahrtstag mit der Kolpingsfamilie der St.-Maximilian-Kolbe-Kirchengemeinde auf der begrünten Kalihalde in Empelde die traditionelle Bergmesse gefeiert. Der Freiluftgottesdienst war auch der Start in die Open-Air-Saison der Bergbühne.

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Großes Publikum: Rund 800 Gläubige feiern am Himmelfahrtstag auf der begrünten Kalihalde in Empelde die traditionelle Bergmesse.

Quelle: Ingo Rodriguez

Empelde. Frühlingstemperaturen, Sonnenschein und fast 1000 Gläubige: Peter von Berg aus dem Organisationsteam der Kolpingsfamilie blickte kurz vor dem Beginn des Gottesdienstes erleichtert zum Himmel. Vor zwei Jahren erst war die beliebte Freiluftmesse wegen strömenden Regens notgedrungen ins Kirchenzentrum Mühlenberg verlegt worden. "Aber diesmal war schon gestern klar, dass das Wetter mitspielt", sagte von Berg. Er hatte deshalb mit Helfern schon am Vortag auf dem Areal der Bergbühne das Zelt für die Pastoren, Diakone und Messdiener aufgebaut.

Es war zwar bereits die 23. Bergmesse auf der Kalihalde. Trotzdem waren einige Dinge wieder neu, andere noch ungewohnt. Zum zweiten Mal erst war der Gottesdienst wegen Erschließungsarbeiten auf dem Gipfel an die tiefer gelegene Bergbühne verlegt worden. "Das ist wegen der sehr engen Zufahrt etwas problematisch für den Shuttle-Service", sagte von Berg. Die Ronnenberger Jugendpflege hatte der Kolpingsfamilie wieder zwei Kleintransporter zur Verfügung gestellt, um älteren Senioren und gesundheitlich beeinträchtigten Besuchern den Aufstieg und Fußmarsch zur Bergbühne zu ersparen.

Logistisch hatten die Organisatoren wieder eine Glanzleistung vollbracht. Nicht nur der Shuttle-Service gehörte zum Angebot. Auf dem Gelände der Bergbühne wartete auch bereits ein Erste-Hilfe-Team, mit dem Glockenturm der vor einigen Jahren abgerissenen Kirche in Weetzen wurde die Messe per Fernbedienung vom Fuße der Kalihalde aus schon eine Stunde vor dem Beginn eingeläutet.

Und obwohl die Bergmesse ein riesiges Stammpublikum aus dem gesamten Calenberger Land hat, gab es auch wieder Neulinge: "Für mich ist es eine Premiere. Es ist so tolles Wetter, ich freu mich schon", sagte die 78-jährige Ingeburg Beelte aus Empelde.

Vorfreude dürfte derzeit auch der Haldenbetreiebr und Initiator des Vereins Bergbühne, Frank Nickel, verspüren. Der Gottesdienst war gleichzeitig auch der Auftakt der Open-Air-Saison der Bergbühne. Von Juli bis September stehen dort Livekonzerte, Kochaktionen, ein Filmfestival, Lesungen, ein literarischer Spaziergang und ein Sommerfest auf dem Programm.

Den großen Stellenwert kultureller Vielfalt und religiöser Toleranz hatte in seiner Predigt Kaplan Stefan Mispagel hervorgehoben. Er kritisierte die populistische Haltung der AFD und hielt der programmatische Aussage der Partei über den Islam die Auffassung der christlichen Kirchen entgegen. Demnach gehöre der Islam sehr wohl zu Deutschland. Sogar in der Erklärung über die Haltung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen werde der Islam mit Hochachtung betrachtet und der interreligiöse Dialog gefordert, so Mispagel.

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