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Juden und Christen suchen den Dialog

Ronnenberg Juden und Christen suchen den Dialog

Ronnenbergs Erinnerungsarbeit gilt als vorbildlich. Darüber informieren sich Juden und Christen aus Niedersachsen am 7. April.

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Peter Hertel (rechts) beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Geschichte der Ronnenberger Juden. Seine Kenntnisse gibt er gern weiter bei Rundgängen, die auch auf den jüdischen Friedhof führen.

Quelle: Kerstin Siegmund

Ronnenberg. Samuel Seligmann sowie Julius und Minna Deichmann lebten im 19. und 20. Jahrhundert in Ronnenberg. Stadtspaziergänge mit Peter Hertel vom Förderverein Erinnerungsarbeit Ronnenberg lassen die jüdische Geschichte anschaulich werden. „An der jüdischen Gemeinschaft von Ronnenberg lässt sich gut zeigen, wie die Nazis zwischen 1936 und 1939 ihr Ziel verwirklichten, Juden vom Leben auszuschließen und zu vertreiben.“

Zu dieser Einschätzung kommt der Verein Begegnung Juden und Christen in Niedersachsen, der sich am 7. April vor Ort informieren will. Der Verein unterstützt nach eigenen Angaben den jüdisch-christlichen Dialog, getragen von der theologischen Erkenntnis, dass Juden und Christen aufeinander bezogen seien und einen gemeinsamen Auftrag in der Welt hätten. Als ein weiteres Ziel wird die Versöhnung von Juden, Christen und Muslimen genannt. Ronnenbergs Erinnerungskultur ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

In dem Buch „Die Juden von Ronnenberg – Eine Stadt bekennt sich zu ihrer Vergangenheit“, das von Christiane Buddenberg-Hertel und Peter Hertel verfasst wurde und im März 2016 erschienen ist, würdigt Regionspräsident Hauke Jagau Ronnenbergs Aktivitäten: „Die 21 Städte und Gemeinden der Region intensivieren ihre Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Dabei übernimmt Ronnenberg in gewisser Weise eine Vorreiterrolle.“

Bei dem Rundgang am 7. April werden der frühere Bürgermeister Wolfgang Walther sowie die Seelsorger im Ruhestand Hermann de Boer und Hajo Osseforth dabei sein. Treffpunkt ist um 10.15 Uhr in der Michaeliskirche. Ein Abschlussgespräch beginnt um 13.30 Uhr im Heimatmuseum.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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