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SPD und CDU vorn, Grüne und AfD gleichauf

Ronnenberg SPD und CDU vorn, Grüne und AfD gleichauf

Die ersten Stimmen für die Gemeindewahl sind ausgezählt und die Stimmung der Lokalpolitiker in der Marie-Curie-Schule ist sehr ernst; Die AfD hat in Ronnenberg auf Anhieb mehr als 10 Prozent der Stimmen geholt.

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Die Wahlzettel werden ausgezählt.

Quelle: siegmund

Ronnenberg. Die Auszählung der Wahlzettel für die Regionsversammlung hat schon die Gemüter erhitzt. Dort ist die AfD auf dem Vormarsch. Der Trend, dass der Politikneuling den etablierten Parteien Stimmen kostet - ohne vor Ort Wahlkampf gemacht zu haben - setzt sich auch auf lokaler Ebene fort. "Was hat die Lokalpolitik mit der Bundespolitik zu tun?", fragt ein Bürger aus Benthe.

Wie etliche andere Besucher der Wahlveranstaltung der Stadt in der Schulaula kann der Benther nicht begreifen, warum die Lokalpolitiker derart abgestraft werden. Ein Beispiel: In Empelde Nordost haben SPD, Grüne und FDP zusammen mehr als 18 Prozent verloren und die AfD aus dem Stand 15,7 Prozent der Stimmen geholt. Auch in Empelde-Mitte sieht es ähnlich aus. Dort liegt die Wahlbeteiligung lediglich bei 26,2 Prozent. Die AfD erreichte 18,5 Prozent der Stimmen, die SPD ist mit 37,5 Prozent noch stark, hat aber 11,3 Prozent verloren. Auch die Grünen und die Freien Wähler müssen Verluste hinnehmen. Die CDU liegt bei 23 Prozent.

"Eine Katastrophe", meint Ratsherr Carsten Mauritz. Der parteilose Ronnenberger ist ratserfahren und kandidiert auf der CDU-Liste. "Die AfD wird zum Mehrheitsbeschaffer. Wenn ich künftig einen Antrag stelle, will ich doch nicht, dass dieser mit den Stimmen der AfD durchkommt", sagt Mauritz. "Das ist das schlimmste, was ich mir vorstellen kann."

Bisher sind die Sozialdemokraten die stärkste Kraft in Ronnenberg. Die ersten Ergebnisse aus dem einwohnerstärksten Stadtteil Empelde lassen vermuten, dass dies so bleiben wird. Mit den Grünen bilden sie eine Gruppe. Dass die Grünen Stimmen verlieren würden, sagt die Ratsfrau Ruth Wenzel aus Benthe, sei zu erwarten gewesen. Vor fünf Jahren erreichte die Umweltpartei einen Zuwachs von mehr als 6 Prozent, was damals auf das verheerende Atomreaktor-Unglück in Japan zurückgeführt wurde.

Dass die Auszählung etwas mehr Zeit als bei der Wahl vor fünf Jahren in Anspruch nimmt, liegt an der Zahl der Wahlberechtigten. Diese ist gestiegen, von 18.675 im Jahr 2011 auf 19.049. Auch die Anzahl der Parteien und Gruppierungen hat zugelegt. Neben SPD, CDU, Grünen, FDP, Freie Wähler und Linke ist nun auch die AfD vertreten.

Bei der Kommunalwahl im Jahr 2011 sicherte sich die SPD 40,6 Prozent der Stimmen. Die CDU kam auf 28,6 Prozent, die Grünen lagen mit 18,8 Prozent dahinter. Für die Freien Wähler stimmten 8,2 Prozent der Bürger, die FDP kam auf 2,5 Prozent, die Linke lag im amtlichen Endergebnis bei 1,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug im Jahr 2011 51,95 Prozent.

Als kurz nach 22 Uhr alle 28 Wahlbezirke in Ronnenberg ausgezählt sind und nur noch das Ergebnis der Briefwahl fehlt, steht soviel fest: Die SPD holte die meisten Stimmen, gefolgt von der CDU. Die Grünen müssen damit leben, dass sie Wähler verloren haben und stadtweit fast gleichauf mit dem Neuling AfD liegen.

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